156 Ergebnise

Krieg und Konflikte - Aus Politik und Zeitgeschichte 16-17/2007

Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn

Seit Jahrzehnten ist ein deutlicher Rückgang kriegerischer Auseinandersetzungen zu verzeichnen. Insbesondere der klassische Staatenkrieg gilt als "historisches Auslaufmodell". Innerstaatliche Gewaltkonflikte haben hingegen zugenommen und stellen die betroffenen Gesellschaften und die internationale Staatengemeinschaft vor komplexe Herausforderungen. Wie kann man sie verhindern, wie dauerhaft Frieden sichern?

Die Zahl internationaler Interventionen zur Konfliktbeendigung und Friedenssicherung ist seit dem Ende des Kalten Krieges deutlich angestiegen; ihre Erfolgsbilanz fällt ambivalent aus. Die Interventionsbereitschaft der Staatengemeinschaft kann durch Krisenberichterstattung in den Medien stark beeinflusst werden. Die Medien bestimmen maßgeblich mit, welche Krisenherde in die öffentliche Wahrnehmung gelangen und welche weithin unbeachtet über Jahre oder Jahrzehnte sich selbst überlassen bleiben. (Quelle: bpb.de)

Das Kriegsgeschehen 2007 - Daten und Tendenzen der Kriege und bewaffneten Konflikte
Von Wolfgang Schreiber (Hrsg.)
VS – Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden

Dieses Jahrbuch informiert über alle Kriege und bewaffneten Konflikte, die im Jahr 2007 geführt wurden. Es beschreibt für jeden dieser Konflikte die strukturellen Hintergründe, die Akteure, den historischen Verlauf und die Ereignisse des Jahres 2007. Ein zusammenfassender Überblick analysiert die Tendenzen und Entwicklungen des weltweiten Kriegsgeschehens.

Die Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg über die Kriege seit 1945 sind im deutschen Sprachraum die meistverwendete Grundlage einschlägiger Publikationen. (Quelle: vs-verlag.de)

Im Namen der Anklage - Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit
von Carla Del Ponte und Chuck Sudetic - aus dem Italienischen von Gabriele Gockel und Thomas Wollermann
Fischerverlag, Frankfurt/Main

Von der Wirtstochter aus einem kleinen Ort im Tessin hin zur international gefürchteten Anklägerin: Carla Del Ponte schildert überraschend offen ihren ungewöhnlichen Werdegang und ihren resoluten Kampf gegen das Verbrechen. Ob sie als Staats- und Bundesanwältin gegen die Mafia kämpfte, was ihr den Spitznamen „Carlita la pesta“ eintrug, russischen Oligarchen oder dem Bhutto-Clan das Geld einfror, ob sie die gefährlichsten Kriegsverbrecher jagte, die USA offen kritisierte oder sich allein gegen die NATO stellte, immer forderte sie für die Justiz ein, auch dann zu richten, wenn es gegen sämtliche Spielregeln der Politik und Diplomatie ging. (Quelle: Verlag)

IGH vs. ISGH - Die Beziehung zwischen zwei völkerrechtlichen Streitbeilegungsorganen
von Moritz Karg
Nomos, Baden-Baden

Das Völkerrecht kennt keine rechtlich festgeschriebene Abgrenzung der Zuständigkeiten ständiger Gerichte. Vielmehr besitzen Staaten das Recht, frei zwischen einzelnen Streitbeilegungsmethoden und -organen zu wählen. Dieses Recht findet sich auch im UN-Seerechtsübereinkommen wieder. Staaten können neben einem Schiedsgericht den Internationalen Seegerichtshof oder den Internationalen Gerichtshof zur Beilegung ihrer Streitigkeiten wählen. In welchem rechtlichen und tatsächlichen Verhältnis stehen IGH und ISGH diesbezüglich zueinander? (Quelle: Verlag)

Internationale Strafgerichtshöfe
von Stefan Kirsch (Hg.)
Nomos, Baden-Baden

Noch vor kaum mehr als zehn Jahren schien es nur schwer vorstellbar, dass Strafverfahren in naher Zukunft nicht allein durch nationale, sondern auch vor internationalen Strafgerichten geführt würden. Umso erstaunlicher ist die rasante Entwicklung, die das Internationale Strafrecht gerade im letzten Jahrzehnt erlebt hat. Bereits kurz nach seiner Errichtung im Jahr 1993 nahm der Jugoslawienstrafgerichtshof (JStGH), dem nicht zuletzt aufgrund des Verfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Jugoslawiens, Slobodan Milosevic, besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde, seine Arbeit auf. Nur ein Jahr später, im November 1994, erfolgte die Einsetzung des Ruandastrafgerichtshofes (RStGH) und bereits 1997 verständigte sich eine in Rom versammelte Staatenkonferenz über die Einrichtung eines (ständigen) Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH), der im Jahr 2002 seine Tätigkeit aufgenommen hat. (Quelle: Verlag)