156 Ergebnise

Keiner war dabei - Kriegsverbrechen auf dem Balkan vor Gericht
von Slavenka Drakulic - aus dem Slawischen von Barbara Antkowiak
Zsolnay & Deuticke, Wien

Die Verbrechen der Balkankriege und das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag: Wer sind die Täter und wie sind sie zu dem geworden was sie sind? Über Wochen und Monate hat Slavenka Drakulic die Verhandlungen sowohl vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag als auch in Kroatien mitverfolgt, hat die Verhöre genauso wie den Alltag der Angeklagten beobachtet und erfahren, wie aus unauffälligen jungen Männern Mörder und aus Nachbarn Todfeinde wurden. (Quelle: Verlag)

Der Prozess von Nürnberg (DVD)
von Christian Delage
ARTE EDITION

Nürnberg 1945: Sechs Monate nach Kriegsende beginnt der Prozess gegen 24 hochrangige Politiker, Militärs und Wirtschaftsführer des Dritten Reiches. Im Oktober 1946 werden die Urteile verkündet: Todesstrafen, lebenslängliche Haft, drei Freisprüche. Der vorliegende Film dokumentiert den Ablauf dieses ersten Kriegsverbrecherprozesses der Geschichte. Auf der zweiten DVD finden sich zwei einstündige Beweisfilme der alliierten Ankläger. (Quelle: Verlag)

Der Nürnberger Prozess
von Johannes Leeb und Joe J. Heydecker
Kiepenheure & Witsch, Köln

Am 20. November 1945 begann in Nürnberg der vielleicht denkwürdigste Prozess der deutschen Geschichte. In 218 Tagen wurden 240 Zeugen gehört und 16.000 Protokoll-Seiten gefüllt. Am Ende dieser großen Abrechnung mit dem Nationalsozialismus stand die Verkündung von 12 Todesurteilen.

Doch der Prozess war nicht nur ein Verfahren gegen die wichtigsten Kriegsverbrecher, angeklagt war ein verbrecherisches System, das international anerkannte Rechtsnormen als Grenze der Machtausübung gänzlich leugnete. Damit gilt Nürnberg auch als Meilenstein auf dem schwierigen Weg zu einem internationalen Strafrecht, das Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu ahnden erlaubt. (Quelle: Verlag)

Handschlag mit dem Teufel - Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda
von Roméo Dallaire - aus dem Englischen von Andreas Simon dos Santos
Zu Klampen, Lüneburg

Als Kommandant der UN-Blauhelme wurde General Roméo Dallaire 1993 nach Ruanda geschickt. Er sollte einen wackeligen Frieden zwischen den verfeindeten Volksgruppen der Hutu und Tutsi sichern. Extremisten in der ruandischen Regierung hatten jedoch längst einen Völkermord geplant und dabei das Zaudern der Vereinten Nationen einkalkuliert. Verzweifelt versuchte Dallaire, den Völkermord zu verhindern. Vergeblich. Mit einem zahnlosen UN-Mandat, einer viel zu kleinen Truppe und miserabler Ausrüstung versehen, von der UNO und den Westmächten im Stich gelassen, blieb ihm und seinen Soldaten kaum mehr übrig, als sich selbst zu verteidigen und dem Abschlachten ohnmächtig zuzuschauen.

Obwohl es Dallaire gelang über 30.000 Menschen das Leben zu retten, erlebte er das Scheitern der UN-Mission als eigenes Scheitern und wäre daran fast zerbrochen. „Handschlag mit dem Teufel“ ist der verstörende Augenzeugenbericht eines tragischen Helden. (Quelle: Verlag)

Im Wald, da sind die Räuber Eine Kulturgeschichte des Waldes
von Viktoria Urmersbach
Vergangeheitsverlag, Berlin

… denn im Wald, da sind die Räuber? Ja, und noch viel mehr – der Wald ist voller Gestalten und Geschichten. Von Hermann dem Cherusker, dem ersten germanischen Helden im Wald, über Hänsel und Gretel und die deutschen Märchen und Mythen bis hin zum Försterfilm der Nachkriegszeit und zum Waldsterben – oder den Phänomenen, die man dafür gehalten hat. Seit Menschengedenken ist der Wald schön und auch schaurig zugleich. Gerade in Deutschland spielt der Wald als kulturelles Motiv eine besondere Rolle. In jeder Epoche wird der Wald dabei neu gedeutet: Die romantische, poetische Seele um 1800 liebt den Wald für seine Pracht. Die Nazis idealisieren und instrumentalisieren ihn als germanischen Lebensraum. Heute schützen wir ihn für die globale CO2-Bilanz. (Quelle: Verlag)