156 Ergebnise

Das Zusammenleben der Kulturen - Ein Gegenentwurf zu Huntington
Harald Müller
Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/Main

Die Thesen des US-amerikanischen Politologen Huntington mit dem Schlüsselbegriff des „Kampfes der Kulturen“ haben in den letzten Jahren großes Aufsehen erregt. Einer seiner qualifiziertesten Kritiker meldet sich nun zu Wort: Dr. Harald Müller von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt legt seinen Gegenentwurf vor. Kritisch betrachtet er Huntingtons Weltsicht, die geprägt ist von den angeblich feindseligen Zivilisationen, die den Westen bedrohen. Müller zeigt, wie gefährlich und verführerisch es ist, vereinfachte Welt- und Feindbilder zu zeichnen oder sie zu übernehmen. Die Weltgesellschaft muss auf Kooperation setzen und nicht auf Konfrontation. Die Komplexität der internationalen Beziehungen gilt es nicht nur auszuhalten, sondern zu nutzen. Globaler Friede ist nur möglich, wenn die wichtigen Akteure der Weltpolitik Offenheit und Interesse an anderen Kulturen zeigen. In eindringlicher Weise macht der Autor deutlich, dass nicht der Kampf, sondern der Dialog der Kulturen eine friedliche Zukunft der Weltgemeinschaft garantieren kann - und dass dies ein durchaus realistischer Weg ist. (Quelle: Verlag)

Die neuen Kriege
von Herfried Münkler
Rowohlt, Reinbek

Das Zeitalter der zwischenstaatlichen Kriege geht offenbar zu Ende. Aber der Krieg ist keineswegs verschwunden, er hat nur seine Erscheinungsform verändert. In den neuen Kriegen spielen nicht mehr Staaten die Hauptrolle, sondern Warlords, Söldner und Terroristen. Die Gewalt richtet sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung; Hochhäuser werden zu Schlachtfeldern, Fernsehbilder zu Waffen. Herfried Münkler macht die Folgen dieser Entwicklung deutlich. Er zeigt, wie mit dem Verschwinden von klassischen Schlachten und Frontlinien auch die Unterscheidung von Krieg und Frieden brüchig geworden ist.

Der Mythos vom Krieg der Zivilisationen - Der Westen gegen den Rest der Welt – eine Replik auf Samuel P. Huntingtons Kampf der Kulturen.
von Gazi Caglar
Unrast, Münster

Einige wenige Jahre nach der "Beendigung" der größten Konfrontation unseres Jahrhunderts und dem so laut wie möglich formulierten Hegemonieanspruch des "Westens" tauchten wieder Großtheorien auf, die den Ehrgeiz für sich in Anspruch nehmen, die Ursachen der weltweiten Konflikte erklären zu können. Sie tauchten just in dem Moment auf, wo der "Westen" glaubte, den "Rest" endlich zu "Einer Welt" zusammengefasst zu haben, um diese "Eine Welt" schon wieder zu teilen: Samuel P. Huntington stellte 1993 die These auf, dass die Achse der Weltpolitik kurz vor dem Ende des 20. Jahrhunderts und vielleicht sogar im ganzen 21. Jahrhundert durch den Zusammenprall der Zivilisationen bestimmt sein werde. Andere Wissenschaftler und Journalisten griffen diese These rasch auf, um mannigfaltige Gefahrenszenarien vor allem und ausschließlich für die "westliche Zivilisation" zu entwerfen, die vom "Rest" bedroht werde. (…) (Quelle: Verlag)

Kampf der Kulturen - Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert
von Samuel P. Huntington , aus dem Amerikanischen von Holger Fliessbach
Goldmann, München

Nicht mehr ideologische oder wirtschaftliche Auseinandersetzungen werden die zukünftige Weltpolitik bestimmen, sondern die Konflikte zwischen den großen Kulturkreisen, so lautet Huntingtons These. Sind die Grenzen zwischen den Kulturen die Fronten der Zukunft? Provokant, spannend und international heftig diskutiert - ein Muss für jeden politisch interessierten Leser! (Quelle: Verlag)

Kampf der Kulturen? - Eine andere Welt ist möglich
Flensburger Hefte 76
Flensburger Hefte Verlag, Flensburg

Die Welt brennt. Ein terroristischer Anschlag auf die USA. Krieg in Afghanistan. Ein drohender Atomkrieg zwischen Pakistan und Indien. Zwei Völker in mörderischem Konflikt in Palästina. Krieg im Irak? Und der schwarzafrikanische Kontinent stirbt. Ist die Welt aus den Fugen geraten? Drohen jetzt Religionskriege, Muslime gegen Christen, Juden gegen Muslime, Hindus gegen Muslime? Der 11. September 2001 sollte Anlass sein, die aktuelle Politik der USA zu überdenken und die Einseitigkeit der vielgepriesenen Globalisierung zu Lasten der armen Länder zu entlarven. (…) (Quelle: Verlag)