10 Ergebnise

Bericht über die menschliche Entwicklung 2006 - Nicht nur eine Frage der Knappheit: Macht, Armut und die globale Wasserkrise
Von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (Hg.)
UNO-Verlag

Wasser - eine Quelle des Lebens und eine natürliche Ressource, die unsere Umwelt erhält und Existenzgrundlagen sichert. Es birgt aber auch Risiken und Gefahren. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts werden die Aussichten auf menschliche Entwicklung durch eine sich verschärfende globale Wasserkrise bedroht. Der Bericht zeigt auf, dass diese Krise nicht wesentlich eine Folge von Wasserknappheit, sondern vor allem von Armut, Macht und Ungleichheit ist. (Quelle: uno-verlag.de)

 

Wasser – Konfliktstoff des 21. Jahrhunderts?
Bernd Schlipphak, Corina Bastian, Anne Gunkel, Hannes Leistert, Regina Rhodius und Timo Menniken (Hrsg.)
Universitätsverlag Winter, Heidelberg

Wasser wird als nutzbare Ressource zunehmend knapp. In Fachwelt und Öffentlichkeit nimmt man Wasser daher verstärkt als Konfliktstoff der Zukunft wahr, unterschätzt dabei aber häufig die Komplexität des Problemfeldes. Wasser ist Lebensgrundlage, aber auch Gesundheitsrisiko, Eckpfeiler der globalen Ernährungssicherheit, aber auch limitierender Produktionsfaktor.

Die Aufgaben, denen sich die unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen vor dem Hintergrund einer drohenden globalen und vielerorts bereits existierenden lokalen Wasserkrise stellen müssen, erweisen sich als ausgesprochen vielschichtig. Die Kombination aus ökologischen, hydrologischen, kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten macht ein interdisziplinäres Vorgehen besonders dringend erforderlich. Der vorliegende Band bringt daher – thematisch gegliedert und lösungsorientiert – renommierte VertreterInnen sowie vielversprechende NachwuchswissenschaftlerInnen dieser verschiedenen Disziplinen zusammen. Damit bietet er eine transdisziplinäre und umfassende Bestandsaufnahme aktueller Lösungsansätze. (Quelle:Verlag)

Geographische Rundschau 2/2006 Wasserpolitik

Westermann, Braunschweig

Wer hierzulande morgens den Duschhahn aufdreht oder samstags in die Autowaschanlage fährt, denkt meist nicht daran, dass in anderen Teilen der Welt ein Krug Wasser zum Kochen oder Trinken eine Kostbarkeit ist. Selbst wenn man unterschiedliche Stufen der Aridität einbezieht, gibt es genug Regionen, in denen die Wasserversorgung, ja das Menschenrecht auf Zugang zu Trinkwasser, ein entwicklungspolitisch ungelöstes Problem ist. Brunnenbau, Bewässerungsprioritäten, Dammbauten – all dies sind zwar Maßnahmen der Wasserbewirtschaftung – aber mit ganz unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Prioritäten. Addiert man die Konfliktpotenziale aus grenzüberschreitenden Flüssen und Grundwasserspeichern hinzu, so gewinnt der Kampf ums Wasser zunehmend eine weltumspannende Dimension. (Quelle: geographischerundschau.de)

Fluss ohne Mündung Klimawandel – Wassermangel – Sicherheit
von Wilhelm Sager
Bouvier, Bonn

Nach dem Ende der bipolaren Weltordnung stehen wir heute vor Problemen, die mit den Strategien und Maßnahmen der klassischen, primär militärisch ausgerichteten Sicher-heitspolitik kaum noch gelöst werden können. Die weltweit zunehmende Verknappung der Wasserressourcen steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Ohne Wasser – keine Sicherheit – keine Zukunft. Nur langsam setzt sich auch in den entwickelten Ländern die Erkenntnis durch, dass eine Gefährdung der Umwelt und der Lebensgrundlagen in Regionen, die "weit entfernt" erscheinen, schnell Auswirkungen auch auf unsere eigene Sicherheit haben können.

Geographische Ferne ist kein Garant mehr für Sicherheit. Setzt sich der Klimawandel fort, wird auch Europa keine Insel der Glückseligen sein. Neben den eigenen Problemen werden zusätzliche Probleme u.a. durch Umweltflüchtlinge importiert werden. (Quelle: bouvier-verlag.de)

Das Recht auf Wasser Die Entstehung eines neuen Menschenrechts
von Kathrin Moosdorf
Tectum, Marburg

Wasser ist an vielen Stellen der Erde zu einem knappen Gut geworden. Die WHO schätzt, dass etwa 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und mehr als doppelt so viele ohne eine angemessene Abwasserentsorgung leben. Am meisten von der weltweiten Wasserkrise betroffen sind die Menschen in Afrika und Asien. Im Jahre 2002 erklärten die Vereinten Nationen das Recht auf Wasser zum Bestandteil des Sozialpakts und damit implizit zu einem Menschenrecht. Kathrin Moosdorf zeichnet nach, was dafür spricht, das Recht auf Wasser als Menschenrecht zu definieren. Sie zeigt, wie sich diese Sicht innerhalb der Weltgemeinschaft durchgesetzt hat, welche Akteure daran maßgeblich beteiligt waren, und fragt nach den praktischen Folgen und Wirkungen dieser Entwicklung. (Quelle: tectum-verlag.de)