BOLIVIENS TRAUM VOM LITHIUM Erstausstrahlung November 2012

BÜCHER

Das neue Bolivien – Evo Morales und seine demokratische Revolution
von Robert Lessmann
Rotpunktverlag, Zürich
2010

Seit der Wahl von Evo Morales zum Präsidenten Boliviens 2005 genießt das Andenland im Herzen Südamerikas internationale Aufmerksamkeit: Nichts weniger als eine Neugründung Boliviens versprach der indigene Präsident, der selbst aus ärmsten Verhältnissen stammt. Seither wurden die Energieressourcen nationalisiert, eine Landreform in Angriff genommen und eine außenpolitische Neuorientierung in die Wege geleitet. In der Koka- und Drogenpolitik wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen, in der Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik kam es zu wichtigen Reformen. Im Januar 2009 wurde mit 61 Prozent der Stimmen eine neue Verfassung angenommen, die ein neues „plurinationales“ Staatsmodell definiert, eine „Entkolonialisierung“ der Gesellschaft und eine Abkehr vom Neoliberalismus proklamiert. Zum ersten Mal in der 183-jährigen Geschichte der Republik durfte das Volk über einen Verfassungstext abstimmen. (Quelle: Verlag)

Bolivien – Staatszerfall als Kollateralschaden
von Thomas Jäger
VS Verlag, Wiesbaden
2009

Das Interesse an der politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklung Boliviens hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen; denn Bolivien ist von dem Weg der US-amerikanisch inspirierten Wirtschaftsreformen abgewichen, nachdem sich dieser als Sackgasse erwiesen hatte. Neben Venezuela gilt Bolivien heute als zweite Stütze eines Sozialismus des 21. Jahrhunderts. In diesem Buch geht es darum, die Entwicklungen Boliviens nachzuzeichnen, die das Land in den letzten Jahren und Jahrzehnten an den Rand des politischen Scheiterns geführt haben. (Quelle: Verlag)

Das weiße Gold der Zukunft – Bolivien und das Lithium
von Benjamin Beutler
Rotbuch Verlag, Berlin
2011

Kein Mobiltelefon, Notebook oder Elektroauto ohne Lithium-Akku: Das Metall verspricht, der Energiespeicher der Zukunft zu werden. Lithium könnte somit auch Boliviens Entwicklung beflügeln, denn dort liegen die weltweit größten Vorkommen. Das weckt Begehrlichkeiten – und die Erinnerung an jahrhundertelange Ausbeutung. Benjamin Beutler gibt einen kenntnisreichen Überblick über den epochalen Wandel in Bolivien und analysiert, wie Präsident Evo Morales das „weiße Gold“ für eine selbstbestimmte Zukunft nutzen will. (Quelle: Verlag)

Bolivien unter Evo Morales – Neuanfang - oder Altes in neuer Verpackung?
von Erich Riedler
Nomos, Baden-Baden
2011

Im Dezember 2005 wurde Evo Morales mit 54 % zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gewählt; bei den letzten Wahlen im Dezember 2009 konnte er seinen Stimmenanteil sogar noch steigern. Der Autor, von 2005 bis 2009 deutscher Botschafter in La Paz, untersucht in diesem Buch kenntnisreich und detailliert dieses politische Phänomen, das in der demokratischen Geschichte Südamerikas kaum Parallelen hat. Dabei beschreibt er nicht nur die politischen Ereignisse vor und nach den Wahlen, sondern beschäftigt sich auch mit den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen der letzten fünfeinhalb Jahre. (Quelle: Verlag)

Bolivien – Die Zersplitterung der Macht
von Raúl Zibechi
Edition Nautilus, Hamburg
2009

Im Oktober 2003 übernahmen die Bewohner von El Alto durch Nachbarschaftsräte oder andere Instanzen die Stadtteilregierungen und ersetzten damit die staatlichen Strukturen, die ihre Legitimität verloren hatten und von der Bildfläche verschwunden waren. Alle Berichte über den Aufstand stimmen darin darüber, dass dies weder von einer Organisation noch von einer Führung, sondern direkt von den Anwohnern der Stadtteile getragen wurde, deren Bewegung alle etablierten Institutionen und Organisationen an den Rand drängte. Der Autor untersucht die Aufstände, Rebellionen und Mobilisierungen, die zum Aufstand im Oktober 2003 geführt haben, der mit dem Sturz des neoliberalen Präsidenten Losada endete und letztendlich zum Wahlsieg von Evo Morales führte. (Quelle: Verlag)

Lateinamerika im Wandel
von Peter Birle (Hg.)
Nomos, Baden-Baden
2010

Lateinamerika hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark verändert. Auf die Demokratisierungsprozesse seit Ende der 1970er Jahre folgte in den 1980er Jahren die Hinwendung zu neoliberalen Entwicklungsstrategien. Die Reformen sorgten für wirtschaftliche Stabilität, ihre sozialen Konsequenzen waren jedoch ernüchternd. Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gelangten in vielen Ländern Parteien an die Macht, die den Abbau von Armut und sozialer Ungleichheit, eine gerechtere Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie mehr politische Partizipation versprachen. Wie sieht die Bilanz dieser Entwicklungen aus? (Quelle: Verlag)

Bolivien – Reisekompass
von Hella Braune und Frank Semper
SEBRA-Verlag, Hamburg
2010

Selten gab ein Reiseziel soviel Anlass für die Überarbeitung eines Reiseführers wie Bolivien seit Evo Morales. Das Autorenteam Hella Braune und Frank Semper vom Hamburger SEBRA-Verlag nutzte die Gelegenheit und lieferte jetzt mit seiner zweiten „vollständig überarbeiteten und aktualisierten Auflage“ des „Reisekompass Bolivien“ den reifsten Band seiner kleinen aber feinen „Nah Dran“-Reihe. (Quelle: carilat.de)

Mosaico Boliviano
von Judith Grümmer und Max Steiner (Hg.)
Steiner & Grümmer, Sucre/Köln
2011

Als Max Steiner und Judith Grümmer sich entschieden, dieses Buch herauszugeben, um in Alltagsgeschichten den Facettenreichtum Boliviens zu dokumentieren, hatten sie sich zum Ziel gesetzt, der Kraft zu vertrauen, die in leisen, hintergründigen, aber authentischen Zwischentönen ruht. Entstanden ist ein Mosaik aus bolivianischen Begegnungen und Momentaufnahmen jenseits der tagesaktuellen Schlagzeilen, gedacht auch für den geschärften Blick, abseits der Themen, die ein guter touristischer Reiseführer bieten kann. (Quelle: mosaicoboliviano.de)