CHINA UND RUSSLAND – PARTNER ODER RIVALEN? Erstausstrahlung September 2008

BÜCHER

Rußland im Zangengriff - Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam
von Peter Scholl-Latour
Ullstein, Berlin
2007

Seit der Implosion der Supermacht Sowjetunion haben sich die Gewichte der Welt nachhaltig verschoben. Zwar hat das russische Imperium unter Putin zu innerer Stabilität zurückgefunden, doch an seinen Außengrenzen brodelt es. Peter Scholl-Latour hat die russischen Grenzgebiete von Minsk bis Wladiwostok bereist. In gewohnt souveräner Manier schildert er seine Eindrücke und macht deutlich, wie sehr die Vorgänge in diesen Konfliktregionen uns unmittelbar betreffen. (Quelle: ullsteinbuchverlage.de)

Chinas Außenpolitik
von Gustav Kempf
Oldenbourg Verlag, München
2002

Kempf analysierte seine vielen Einzelgespräche mit Vertretern Chinas aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, um ein insgesamt abgerundetetes, jenseits der offiziellen Parolen stehendes Bild der Außen- und Sicherheitspolitik Chinas zu erstellen und daraus Schlüsse für zukünftige Entwicklungen zu ziehen. (Klappentext)

Rußland und der postsowjetische Raum
von Olga Alexandrova, Roland Götz und Uwe Halbach (Hrsg.)
NOMOS, Baden-Baden
2003

Der "postsowjetische Raum" umfasst das Territorium der ehemaligen Sowjetunion, aus der bei ihrer Auflösung 15 neue Staaten inklusive der Russischen Föderation hervorgingen. Mit Ausnahme der drei baltischen Staaten wurden sie alle Mitglieder der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). In Russlands Beziehungen zu den neuen Staaten war lange nicht klar, ob die GUS als Vorstufe zu einer Reintegration in ein neues russozentrisches Imperium oder eher als Instrument einer "zivilisierten Scheidung" konzipiert war. Seit dem Machtantritt Putins scheint Moskau seine Kontrolle über den postsowjetischen Raum mehr wirtschaftlich als politisch und militärisch zu definieren. Der Band behandelt die russische Politik in dieser Region, das Antwortverhalten der neuen Staaten darauf, die verschiedenen überstaatlichen Zusammenschlüsse von GUS-Staaten sowie die Herausforderung Russlands durch internationale Akteure im postsowjetischen Raum. (Quelle: nomos.de)

Chinas Weg in die Moderne
von Jonathan D. Spence aus dem Amerikanischen von Gerda Kurz und Siglinde Summerer
Hanser, München
1995

Wer das heutige China mit all seinen Spannungen, Hoffnungen und Krisen besser verstehen will, muß wissen, wie präsent die Vergangenheit im Reich der Mitte ist. In seiner Darstellung der vergangenen 400 Jahre chinesischer Geschichte entschlüsselt Jonathan Spence, Professor für Geschichte an der Yale University, die Problem- und Verhaltensmuster, die noch das heutige China prägen. (Quelle: hanser.de)

Der Dschihad in Asien
von Berndt Georg Thamm
dtv, München
2008

Islamisten bedrohen nicht nur Europa und die USA, sondern auch die asiatischen Länder. Viele Muslime, die in China, Russland und den zentralasiatischen Staaten leben, wenden sich islamischen Extremisten zu. Diese planen, von dort aus einen globalen Kalifatstaat zu errichten, so dass weltweit das islamische Gesetz gilt. Zentralasien ist durch seine Rohstoffe und Pipelines von großer Bedeutung für den Westen, daher betrifft es auch uns, wenn dort Islamisten an die Macht kommen. Berndt Georg Thamm schildert die Entwicklungen und die Konflikte, die sich in den Ländern vor Ort abzeichnen und erläutert deren Auswirkungen auf den Westen. (Quelle: dtv.de)

Kolonialer Wettstreit - Russland, China, Japan und die Ostchinesische Eisenbahn
von Sören Urbansky
Campus, Göttingen
2008

Zwischen der Mongolei und Korea liegt die Mandschurei, ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts dünn besiedeltes, aber rohstoffreiches und strategisch wichtiges Gebiet. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts versuchten sowohl Russen als auch Japaner, dieses Gebiet zu erringen. Russland begann daher 1896 mit dem Bau der Ostchinesischen Eisenbahn, die eine exterritoriale Verlängerung der Transsibirischen Eisenbahn war und deren Geschichte Sören Urbansky hier erzählt. Die Bahn erweist sich als Verkehrs-, Kommunikations- und Kolonisationsmittel: Sie war nötig für den Transport von Menschen und Waren und den Austausch von Informationen. Den kolonialen Wettstreit gewannen am Ende die Chinesen: Sie nutzten die Eisenbahn am umfangreichsten zum Transport von Siedlern. 1952 übergab die Sowjetunion die Ostchinesische Eisenbahn an die Volksrepublik China – damit endet dieses spannende Lehrstück der Kolonialgeschichte.