DER NORDKAUKASUS – RUSSLANDS ACHILLESFERSE Erstausstrahlung Januar 2017

BÜCHER

Der Nordkaukasus unter russischer Herrschaft – Geschichte einer Vielvölkerregion zwischen Rebellion und Anpassung
Jeronim Perovic
Böhlau
2015

Im islamisch geprägten Nordkaukasus stieß Russlands imperiale Expansion auf den erbitterten Widerstand der dort lebenden Völker. Nach Ende des blutigen Eroberungskriegs im 19. Jahrhundert blieb es insbesondere in den von Tschetschenen und Dagestanern besiedelten Zonen unruhig. Die von Stalin angeordnete Deportation der Tschetschenen und anderer Nordkaukasusvölker im Zweiten Weltkrieg war die radikale Maßnahme eines im Kern schwachen Staates, der daran scheiterte, seinen Herrschaftsanspruch durchzusetzen. Dieses Buch beleuchtet die noch kaum erforschte Geschichte des Nordkaukasus im Kontext des russländisch-imperialen und sowjetischen Vielvölker­staates. Es fragt nach den Ursachen der häufigen Gewalt, den Formen der Anpassung und des Widerstands sowie den gesellschaftlichen Veränderungen in einer bis heute krisengeschüttelten Region. (Quelle: Verlag)

Kaukasus
Bernhard Chiari
Schöningh
2008

Die Bergregion zwischen Russland, Iran und Türkei ist von größtem geostrategischem Interesse, nicht zuletzt wegen ihrer Ölvorkommen. Seit dem Ende der Sowjetunion beschäftigen deshalb die Konflikte im Kaukasus, der Heimat uralter christlicher und islamischer Kulturen, die Welt. Tschetschenien ist nur ein Beispiel. Der neue „Wegweiser“ vermittelt ein umfassendes Bild von Geschichte, Gegenwart und Kultur des Kaukasus und der neuen Staaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan sowie von der Rolle Russlands. (Quelle: Verlag)

Der Kaukasus – Geschichte, Kultur, Politik
Marie-Carin von Gumppenberg, Uwe Steinbach (Hrsg.)
C.H.Beck
2010

Mit seinen bedeutenden Öl- und Gasvorkommen sowie seinen wichtigen Transit-Pipelines hat der Kaukasus eine herausragende strategische und sicherheitspolitische Bedeutung für Europa. Das macht ihn heute zum Zankapfel und zur Krisenregion. Darüber vergisst man allerdings oft seine reiche Kultur und große landschaftliche Schönheit. Namhafte Experten beleuchten in diesem Buch Armenien, Aserbaidschan und Georgien, die russischen Regionen im Nordkaukasus (Tschetschenien, Dagestan, Inguschetien) sowie die Nachbarstaaten Türkei und Iran. Die großen Konfliktregionen – Abchasien, Süd-Ossetien, Berg-Karabach sowie Tschetschenien werden ausführlich historisch und politisch beschrieben. (Quelle: Verlag)

Pulverfass Kaukasus – Nationale Konflikte und islamistische Gefahren am Rande Europas
Manfred Quiring
Ch. Links
2016

Im Kaukasus ist ein Konfliktpotenzial entstanden, das lange unterschätzt wurde. Neben den Territorialkonflikten mit zahlreichen Kriegen in den letzten Jahren sind nun auch die islamistischen Kräfte am Erstarken, die ein eigenes Emirat anstreben. Offiziell haben sich die militanten Kämpfer dem »Islamischen Staat« unterstellt. Die zersplitterte Region, deren Fläche nur wenig größer als die Bundesrepublik ist, in der aber mehr als 50 Völker mit unterschiedlichen Sprachen, Religionen und Kulturen leben, ist zugleich zum Ziel russischer Einflusspolitik geworden. (Quelle: Verlag)

Tschetschenien – Die Wahrheit über den Krieg
Anna Politkowskaja, aus dem Russischen von Hannelore Umbreit und Ulrike Zemme
Fischer
2008

Die [2006 in Moskau ermordete] Journalistin Anna Politkowskaja berichtet vom Leben der Tschetschenen im Krieg, den Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, von einem Alltag, in dem Folter, Hinrichtungen, Plünderungen und Entführungen an der Tagesordnung sind. „Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg“ fügt Bilder von einem Land im Krieg zusammen; ein Mosaik aus den Schicksalen der Leidenden und eine akribische Analyse der Akteure und ihrer Motive. (Quelle: Verlag)

Auch wir sind Russland
Swetlana Gannuschkina mit Alexandra Cavelius
Europa Verlag
2015

„Auch wir sind Russland“ ist zugleich Biografie und Deutung der aktuellen Situation eines Landes im Zerfall. Swetlana Gannuschkina analysiert mit großem Erfahrungsschatz ein korruptes Rechtssystem, prangert die Annexion der Krim genauso an wie Methoden der Regierung, den Terrorismus im Land mit Terror zu bekämpfen. Eindringlich schildert sie ihre Arbeit für Flüchtlinge und Vertriebene, aber auch den Verlust ihrer ermordeten Freundinnen, Anna Politkowskaja und Natalja Estemirowa. Sie zeigt ein Land, in dem Unschuldige im Strafvollzug gefoltert werden und die Fremdenfeindlichkeit bedrohlich wachst. Ein Land, das sie für seine Kultur und seine Menschen liebt. Ihr Buch weist alle „Putin-Versteher“ im Westen zurecht und stellt uns vor die aufrüttelnde Frage, wie wir mit unserem großen Nachbarn in Zukunft weiter zusammenleben können. (Quelle: Verlag)

Eine Liebe im Kaukasus
Alissa Ganijewa, aus dem Russischen von Christiane Körner
Suhrkamp
2016

Marat, ein junger Anwalt, kehrt aus Moskau in seine Siedlung am Kaspischen Meer zurück. Seine Eltern haben bereits den Hochzeitssaal gebucht. Sie sind fieberhaft dabei, ihrem Sohn eine geeignete Braut zu präsentieren, während ihn der Fall einer ermordeten Bürgerrechtlerin nicht loslässt. Patja, auch sie aus Moskau zurückgekehrt, versucht sich vor den Nachstellungen Timurs in Sicherheit zu bringen, mit dem sie sich fünf Monate lang auf Facebook geschrieben hat und der sie, zur Freude der Eltern, partout heiraten will. Die Präsentation der Kandidaten, ein wandernder Brautzirkus, führt quer durch die Milieus. Während des Vorstellungsmarathons kreuzen sich die Wege von Patja und Marat, die sich heftig ineinander verlieben. Romeo und Julia auf dem kaukasischen Dorf? (Klappentext)