DRIFTET BELGIEN AUSEINANDER? Erstausstrahlung Mai 2014

BÜCHER

Das politische System Belgiens
von Claus Hecking
Leske + Budrich, Opladen
2003

Im Herzen der europäischen Union liegt ein Land, das wegen seines Nationalitätenkonfliktes einem ständigen Wandel unterworfen ist: Fünf Verfassungsreformen haben in den vergangenen vier Jahrzehnten aus dem einstigen Zentralstaat Belgien einen äußerst komplexen Föderalstaat gemacht, mit weitreichenden Kompetenzen für die subnationalen Regionen und Sprachgemeinschaften. Dennoch setzt sich das Auseinanderleben von Flamen und Wallonen fort; das Königreich bleibt zu immer neuen Reformen verdammt. (Quelle: Verlag)

Belgien fürs Handgepäck
von Françoise Hauser (Hg.)
Unionsverlag, Zürich
2011

Belgien steht für Pralinen, Fritten, Sprachenstreit und Europäische Union. Weniger bekannt, aber in diesem Band zu entdecken, ist Belgien als Reich der Diamanten, des Bergbaus und der leidenschaftlichen Radrennfahrer. Vor allem aber ist es ein junges Land, das es historisch eigentlich gar nicht geben dürfte, dessen Bewohner Leben und Politik entlang der Sprachengrenze organisieren und sich in den wichtigsten Punkten dennoch einig sind: Genieße das Leben und trau niemals der Obrigkeit! (Quelle: Verlag)

Belgien Luxemburg
von Michael Erbe
Beck, München
2009

Belgien und Luxemburg – zwei Monarchien mit gemeinsamen Wurzeln im Herzen der Europäischen Union. Michael Erbe erzählt die Geschichte dieser beiden Staaten und widmet dabei den Beziehungen zum Nachbarn Deutschland besondere Aufmerksamkeit. Wer verstehen will, warum der Konflikt zwischen Flamen und Wallonen nicht zur Ruhe kommt, welche Bedeutung Luxemburg für die Europäische Union hat und wie Belgien zu einer Großmacht des Comics wurde, der findet hier die entscheidenden  Informationen. (Quelle: Verlag)

Belgien – All das macht Belgien sehenswert
von Marcel Vissers und Dirk De Moor
Grenz-Echo Verlag, Eupen
2009

Es ist ein Genuss, in Belgien zu leben oder zu verweilen. Dieses Buch führt Sie von dem Hohen Venn bis an die Küste, durch die Gebiete längs der Sprachengrenze und quer durch Brüssel, erläutert Ihnen dabei allerlei Wissenswertes und zeigt Ihnen die Sehenswürdigkeiten des Landes. Mit anderen Worten: Die Autoren teilen mit Ihnen die Reichtümer Belgiens. Reichlich mit Fotos illustrierte Kapitel zeigen Ihnen die charakteristischen Seiten und Orte eines kleinen Landes und seiner Einwohner auf einmalige und manchmal auch exzentrische Weise. Klein sein, muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn fast an jeder Straßenecke erwartet Sie in diesem Ländchen etwas Besonderes. (Quelle: Verlag)

Belgien für Deutsche – Einblicke in ein unauffälliges Land
von Marion Schmitz-Reiners
Ch. Links Verlag
2007

Belgier gelten als störrische Individualisten, die sich stets freundlich-distanziert verhalten und einen Ausgleich jedem Konflikt vorziehen. Warum ist das so? Das Buch vermittelt Einblicke in ein Land, das einerseits im Zentrum europäischer Entscheidungen steht, andererseits aber aufgrund seiner Dreisprachigkeit, seiner undurchsichtigen politischen Struktur und dem Understatement seiner Bewohner nur ein sehr diffuses Profil hat. Dabei ist Belgien ein spannendes Land, das sich fundamental von Deutschland unterscheidet! (Quelle: Verlag)

Büßer, Bürokraten und Bierologen – Belgische Eskapaden
von Rob Kieffer
Picus, Wien
2000

Ein liebevolles Porträt des Königreichs zwischen Nordseeküste und Ardenner Wald. Allen Fehden zwischen flämischem Hahn und wallonischem Löwen zum Trotz präsentiert Belgien sich als Land der Genießer, wo Surreales, Bürokratisches und Bukolisches bisweilen eine traute Einheit bilden. Rob Kieffer ist über den Brüsseler Flohmarkt mit seinem Sammelsurium gebummelt, hat den Bierbrauern über die Schulter geschaut, ist durch die borstige Moor- und Heideszenerie des Hohen Venns gestreift und hat die flämische Heimat des Thyl Uilenspiegel besucht. (Quelle: Verlag)

Deutsche Kriegsgreuel 1914 – Die umstrittene Wahrheit
von John Horne und Alan Kramer, aus dem Englischen von Udo Rennert
Hamburger Edition, Hamburg
2004

Haben deutsche Soldaten in den ersten Kriegsmonaten 1914 Tausende von unbewaffneten Zivilisten in Belgien und Nordfrankreich getötet und verstümmelt, ganze Dörfer in Brand gesetzt sowie bedeutende Kulturdenkmäler vorsätzlich zerstört? Oder waren Berichte über solche Greueltaten ein Produkt der alliierten Propaganda und der Versuch von heimtückischen Angriffen illegaler Kombattanten auf die deutschen Truppen abzulenken? Anhand der Auswertung umfangreicher Archivquellen aus acht Ländern beantworten die Dubliner Historiker John Horne und Alan Kramer diese Fragen. Sie stützen sich auf Militärakten, Tagebücher deutscher Soldaten und Aussagen alliierter Zivilisten, zeichnen den Ablauf der deutschen Invasion präzise nach und belegen die Tötung von mehr als 6000 belgischen und französischen Zivilisten durch die vorrückenden deutschen Truppen. Doch nicht nur die Ereignisse von 1914 selbst, sondern auch die Entstehung konträrer Darstellungen, Deutungen und Mythen der Kriegsgegner werden vergleichend rekonstruiert und analysiert. (Quelle: Verlag)

Europas Einigung– Eine unvollendete Geschichte
von Wilfried Loth
Campus, Frankfurt/M.
2014

Von der Lancierung des Europarats und des Schuman-Plans im Kontext der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bis zur „Euro-Krise“ unserer Tage – Wilfried Loth, einer der besten Kenner der Geschichte der europäischen Integration, schildert in diesem Standardwerk, wie die Europäische Union entstand und sich über Jahrzehnte hinweg zu einem einheitlichen Wirtschafts- und Währungsraum entwickelte. Im Mittelpunkt des Buchs, in dem erstmals interne Quellen der Mitgliedsländer und der Gemeinschaft analysiert werden, stehen dabei die Entscheidungsprozesse prominenter Akteure – von Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Robert Schuman, Jean Monnet, Willy Brandt, Valéry Giscard d’Estaing, Helmut Schmidt, Jacques Delors, Helmut Kohl oder Angela Merkel. Auf der Grundlage dieser historischen Bilanz lässt sich ermessen, welche Perspektiven sich heute, im Zeitalter der Globalisierung, für das gesellschaftliche Projekt „Europa“ eröffnen. (Quelle: Verlag)

Die Römer an Maas und Mosel – Rom und Nordgallien: Kulturbegegnung an Maas und Mosel
von Xavier Deru
Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt
2010

Die gallischen Stämme zwischen Maas und Mosel waren eigensinnig und unbeständig: Erst durch die Einrichtung der römischen Provinz Gallia Belgica unter der Herrschaft des Augustus konnte eine dauerhafte Ordnung und geregelte Verwaltung aufgebaut werden. Mit ihrem ausgeprägten Sinn für die Übernahme einheimischer Besonderheiten hatten die Römer schließlich auch hier Erfolg – noch heute beliebte Produkte wie der Moselwein oder belgisches Bier stammen aus dieser Region und eine der Hauptproduktionsstätten für Töpferwaren befand sich in Trier. Die Sehnsucht nach Selbstbestimmung sollte Jahrhunderte später wieder zum Tragen kommen, als Trier Hauptstadt des sog. Gallischen Sonderreiches wurde. Der Band nimmt den Leser mit zu den römischen Hinterlassenschaften auf dem Boden Frankreichs, Belgiens und Deutschlands. (Quelle: Verlag)

Die Franken
von Ulrich Nonn
Kohlhammer, Stuttgart
2010

Die Franken, erstmals von römischen Schriftstellern so bezeichnet, waren zunächst kein einheitliches Volk, sondern entstanden am Ende des 3. Jahrhunderts aus verschiedenen germanischen Kleinstämmen, die zwischen Rhein, Weser und Ijsselmeer siedelten. Auf der Basis historischer Quellen und archäologischer Zeugnisse wird dieser Prozess der Stammeswerdung der Franken nachgezeichnet, um anschließend ihr wechselhaftes Verhältnis zu den Römern - zwischen Konfrontation, Kooperation und Integration - zu verfolgen. (Quelle: Verlag)