KONFLIKTE 2030: DIE FAKTOREN (1/2) Erstausstrahlung Januar 2012

BÜCHER

Der Klimawandel - Diagnose, Prognose, Therapie
Von Stefan Rahmstorf und Hans-Joachim Schellnhuber
C. H. Beck, München
2007

Der Klimawandel ist – nicht zuletzt nach der Katastrophe von New Orleans – in aller Munde. Angesichts seiner einschneidenden und globalen Bedeutung für Natur und Zivilisation ist das kein Wunder. Doch was ist eigentlich unter Klimawandel zu verstehen, und welche Faktoren sind für das Klima verantwortlich? Zwei renommierte Klimaforscher geben einen kompakten und verständlichen Überblick über den derzeitigen Stand unseres Wissens und zeigen Lösungswege auf. (Quelle: Verlag)

Wasser - Waffe, Ware, Menschenrecht? Wege zu einer nachhaltigen Wasserwirtschaft
von Michael Barsig, Frank Becker, Gisela Hoffmann und Jürgen Rubelt (Hrsg.)
Oekom Verlag, München
2005

Sauberes Wasser gilt als das "Erdöl des 21.Jahrhunderts". Die wachsende Weltbevölkerung, die intensive Bewässerung in der Landwirtschaft und die steigende Industrieproduktion führen zu einer Verknappung und Verunreinigung dieser lebenswichtigen Ressource. Eineinhalb Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, jährlich sterben acht Millionen Menschen an verschmutztem Wasser. Neue Impulse für eine sinnvollere Nutzung und Verteilung von Wasser sind dringend nötig. Expert(inn)en aus Wissenschaft und Praxis geben in diesem Sachbuch einen anschaulichen Überblick zu aktuellen Konflikten: Wie realistisch sind Katastrophen-Szenarien rund um das Thema Wasser? Welche Konsequenzen bringt die Privatisierung und Liberalisierung der Wasserwirtschaft mit sich? Welche Folgen hat die moderne Technik für den globalen Wasserhaushalt? (Quelle: Verlag)

 

Konflikte der Weltgesellschaft Akteure - Strukturen – Dynamiken
Von Thorsten Bonacker und Christoph Weller (Hrsg.)
Campus Verlag, Frankfurt/Main
2006

Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts ist die Zahl der Konflikte globalen Ausmaßes gestiegen. Die Nationalstaaten scheinen immer weniger in der Lage, diese Konflikte zu regulieren und zu lösen. Zugleich treten neue Akteure auf – etwa terroristische Netzwerke oder transnationale zivilgesellschaftliche Gruppen. An Phänomenen wie Terrorismus, neuen Kriegen, Armut, Staatszerfall und Migration zeigt der Band, welchen Beitrag Theorien der Weltgesellschaft zur Erforschung neuer globaler Konflikte, ihrer Strukturen und Dynamiken leisten können. (Quelle: Zentrum für Konfliktforschung)

Friedens- und Konfliktforschung Eine Einführung
Von Peter Imbusch und Ralf Zoll (Hrsg.)
VS - Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
2010

Die Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung gibt einen Überblick über zentrale Themenfelder der Friedens- und Konfliktforschung, angefangen bei den Grundlagen (Geschichte der Friedens- und Konfliktforschung, zentrale Begriffe, Konflikttheorien und Studienangebote in Deutschland) über zahlreiche Konfliktanalysen aus dem Bereich des internationalen Systems (Krieg und Völkermord, Fundamentalismus und Wasserkonflikte, Migration) sowie der Gesellschaft (Geschlechterkonflikte, demographische Konfliktpotenziale, Arbeitsbeziehungen, Deutsche Vereinigung, Energiekonflikte etc.) bis hin zu übergeordneten Fragen der Friedensethik, der Friedenserziehung und den möglichen Formen der Konfliktregelung.

(Quelle: vs-verlag.de)

Internationale Sicherheit Definitionen von A - Z
Von Heinz Gärtner
Nomos, Baden-Baden
2008

Das Lexikon ist auf Definitionen von Konzepten aus den Bereichen der Theorie der Internationalen Beziehungen und der Internationalen Sicherheit spezialisiert und orientiert sich am jeweiligen Stand der Forschung. (Quelle: Verlag)

Die Zukunft des Wassers, Eine Reise um die Welt
Érik Orsenna
C.H.Beck, München - aus dem Französischen von Caroline Vollmann
2010

Werden wir in Zukunft genug Wasser haben? Genug für 9 Milliarden Menschen, die trinken und sich ernähren müssen? Zwei Jahre lang hat Erik Orsenna den Planeten auf der Spur des Wassers bereist. Sein Buch erschließt uns das ganze Universum des Wassers – seine Gefahren, aber auch seine unabweisbaren Schönheiten.

Schon heute leidet die Hälfte der Menschheit unter Wassermangel, verschmutztem Trinkwasser oder gewaltigen Überschwemmungen. Mit dem Klimawandel werden sich die Extreme verschärfen. Und schon jetzt ist die gefährliche Trockenheit in Europa angekommen. Orsennas literarisch glänzende Reportagen führen uns bis in die entferntesten Regionen dieser Welt. Er begegnet Bauern in Marokko, die das immer trockenere Land fruchtbar machen, Politikern in China, die gigantische Staudämme bauen, Ärzten in Kalkutta, die die Cholera-Kranken behandeln, Wissenschaftlern in Israel, die gegen das Vorrücken der Wüste ankämpfen. Seine hellwachen Beobachtungen, seine luziden Erklärungen, seine kritischen Fragen und sein menschlicher Blick lassen uns eindringlich erfahren, welchen Bedrohungen unser Planet und seine Bewohner täglich ausgesetzt sind. Und wir begreifen nach und nach, mit welchen Lösungen wir unsere Zukunft retten können. (Quelle: www.chbeck.de)

Wasser – Konfliktstoff des 21. Jahrhunderts?
Bernd Schlipphak, Corina Bastian, Anne Gunkel, Hannes Leistert, Regina Rhodius und Timo Menniken (Hrsg.)
Universitätsverlag Winter, Heidelberg
2008

Wasser wird als nutzbare Ressource zunehmend knapp. In Fachwelt und Öffentlichkeit nimmt man Wasser daher verstärkt als Konfliktstoff der Zukunft wahr, unterschätzt dabei aber häufig die Komplexität des Problemfeldes. Wasser ist Lebensgrundlage, aber auch Gesundheitsrisiko, Eckpfeiler der globalen Ernährungssicherheit, aber auch limitierender Produktionsfaktor.

Die Aufgaben, denen sich die unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen vor dem Hintergrund einer drohenden globalen und vielerorts bereits existierenden lokalen Wasserkrise stellen müssen, erweisen sich als ausgesprochen vielschichtig. Die Kombination aus ökologischen, hydrologischen, kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten macht ein interdisziplinäres Vorgehen besonders dringend erforderlich. Der vorliegende Band bringt daher – thematisch gegliedert und lösungsorientiert – renommierte VertreterInnen sowie vielversprechende NachwuchswissenschaftlerInnen dieser verschiedenen Disziplinen zusammen. Damit bietet er eine transdisziplinäre und umfassende Bestandsaufnahme aktueller Lösungsansätze. (Quelle:Verlag)

Territoriale Streitfragen im Südchinesischen Meer - Unter besonderer Berücksichtigung des Status der Spratly-Inseln
von Guiqin Wang
Tectum, Marburg
2005

Im Südchinesischen Meer streiten sich China und einige südostasiatische Staaten um territoriale Ansprüche. Die vorliegende Abhandlung beleuchtet den Ursprung und die Entwicklung der territorialen Streitfragen, die damit verbundenen völkerrechtlichen Probleme sowie potenzielle Lösungsansätze. (Quelle: tectum-verlag.de)

Das Kriegsgeschehen 2009 - Daten und Tendenzen der Kriege und bewaffneten Konflikte
von Wolfgang Schreiber (Hrsg.)
VS-Verlag, Wiesbaden
2007

Dieses Jahrbuch informiert über alle Kriege und bewaffneten Konflikte, die im Jahr 2009 geführt wurden. Es beschreibt für jeden dieser Konflikte die strukturellen Hintergründe, die Akteure, den historischen Verlauf und die Ereignisse des Jahres 2009. Ein zusammenfassender Überblick analysiert die Tendenzen und Entwicklungen des weltweiten Kriegsgeschehens.

Die Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg über die Kriege seit 1945 sind im deutschen Sprachraum die meistverwendete Grundlage einschlägiger Publikationen. (Quelle: vs-verlag.de)

 

Sipri Yearbook 2011 - Armaments, Disarmament and International Security

Oxford University Press, Oxford
2011

The world is likely to face a difficult period of growing uncertainty and fragility and a diffusion of risks and threats. In light of these challenges, SIPRI and the SIPRI Yearbook will continue to diligently observe and analyse these and other developments related to international security, armaments and disarmament. (Quelle: www.sipri.org)

Weltbevölkerung - Zu viele, zu wenige, schlecht verteilt?
von Karl Husa, Christof Parnreiter und Helmut Wohlschlägl (Hg.)
Promedia, Wien
2011

Wie schnell wächst die Weltbevölkerung? Wann wird das globale Bevölkerungswachstum zum Stillstand kommen? Wie viele Menschen werden dann auf der Erde leben und wie wird deren räumliche Verteilung aussehen? Sind das Wachstum und die Verteilung der Bevölkerung Faktoren, die Armut und Krisen hervorrufen? All das sind alt bekannte Fragen, die alle Experten und demographisch Interessierten durch die letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts begleitet haben. Dementsprechend belegten Themen wie die Eindämmung des angeblich viel zu raschen Bevölkerungswachstums und die zunehmende Ungleichverteilung der Bevölkerung zwischen Megastädten und den restlichen Landesteilen jahrzehntelang die Top-Positionen der bevölkerungspolitischen Agenden. Nachdem menschheitsgeschichtlich das Bevölkerungswachstum Jahrtausende lang nur sehr langsam vor sich ging, erschien es nur folgerichtig, dem neuen und vorher nie gekannten Phänomen einer dynamischen Bevölkerungszunahme und seinen möglichen Konsequenzen die entsprechende Beachtung zu schenken. (Quelle: Verlag)

 

 

Terminkalender

Das Ding von Philipp Löhle
Deutsches Theater Berlin
bis 11. Februar 2011

 

Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch'

„Ein Ding, das etwas Wert ist, das ist nicht zu Ende. Niemals. Das weiß das Ding.“

 

Auf höchst komische und rasante Weise beschreibt Philipp Löhle in seinem aktuellen Stück die Mechanismen unserer globalisierten, technisierten und flüchtigen Welt. Er überträgt die scheinbar unendliche globale Vernetzung des Welthandels auf die Menschheit und auf seine Figuren und steigert sie bis ins Groteske. Ohne es zu beabsichtigen, ändern so die Figuren des Stücks durch kleinste Bewegungen die Welt und bringen dadurch nicht nur ihr eigenes Leben in Turbulenzen.

Philipp Löhle über sein Stück: „Als ich letztes Jahr in Argentinien einem Bauern gegenüberstand, dem von Sojabaronen auf halblegalem Weg die Anbaufläche entwendet wurde, sah ich eine direkte Verbindung von seiner kargen Hütte zu dem Schnitzel auf meinem Teller im Prenzlauer Berg. Das bestätigt das alte Bild, vom armen Bauern als winziges Zahnrädchen im riesigen Getriebe. Aber darin liegt auch eine große Hoffnung, denn wenn das so ist, heißt das in seiner Umkehrung, dass die Macht dieses kleinen Bauern weltweit ist, weil einem riesigen Getriebe aus vielen Zahnrädern auch etwas fehlt, wenn das kleinste Rädchen fehlt. Anders gesagt, je komplexer das System, umso anfälliger seine Konstruktion. Wenn wirklich alles zusammenhängt, bedingt sich auch alles und das heißt, jedes Ereignis ist als das Ende einer Kette von Ereignissen bis ins letzte Detail erklär- und veränderbar, was wiederum heißt, es gibt keinen Zufall mehr!“

 

Philipp Löhle schaffte mit seinem Stück „Genannt Gospodin“ 2007 seinen Durchbruch als Dramatiker. Zahlreiche Stücke von ihm wurden seither uraufgeführt und sind u.a. in Berlin, Bochum, Hamburg, Mainz und München zu sehen. Mit „Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev…“ war er zu den Autorentheatertagen im Thalia Theater Hamburg eingeladen und gewann den Jurypreis des Heidelberger Stückemarktes. Philipp Löhle gehört zu den vielversprechenden Nachwuchsdramatikern Deutschlands.

Es spielen Studierende der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ mit Mitgliedern des DT-Ensembles. Regie führt Daniela Löffner, die mit ihrer Inszenierung von Anne Nathers „Im Wald ist man nicht verabredet“ zu den ersten Autorentheatertagen Berlin eingeladen war.