KONFLIKTE 2030: DIE SCHAUPLÄTZE (2/2) Erstausstrahlung Januar 2012

BÜCHER

Parallelen und Paradoxien
von Daniel Barenboim und Edward W. Said
Berlin Verlag, Berlin
2004

Daniel Barenboim und [der 2003 verstorbene] Edward W. Said: Es gibt in der kulturellen Welt der Gegenwart nicht viele Figuren, deren Leben und Werk in ähnlich exemplarischer Weise die Notwendigkeit eines Austauschs zwischen Kultur, Politik und Gesellschaft vor Augen führen. Parallelen und Paradoxien zeigt sie im Gespräch, den großen israelischen Musiker und den palästinensischen Gelehrten und Experten des Nahen Ostens, eine Konstellation, die sich als besonders reizvoll erweist: Zwei außergewöhnliche, leidenschaftliche Menschen tauschen sich aus über das Handwerk ihres musikalischen und literarischen Schaffens. (Quelle: Verlag)

Die Schiiten
von Heinz Halm
Beck, München
2005

Der schiitische Islam ist in letzter Zeit vor allem als politischer Akteur ins Bewußtsein der Öffentlichkeit getreten, sei es im Iran oder in jüngster Zeit im Irak. Heinz Halm beschreibt die Glaubensvorstellungen der Schiiten und ihre mehr als 1300 Jahre alte religiöse Tradition. Von hier aus macht er den Zusammenhang zwischen der Religion der Schiiten und ihrem politischen Anspruch in der Gegenwart deutlich. (Quelle: amazon.de)

Konflikte der Weltgesellschaft Akteure - Strukturen – Dynamiken
Von Thorsten Bonacker und Christoph Weller (Hrsg.)
Campus Verlag, Frankfurt/Main
2006

Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts ist die Zahl der Konflikte globalen Ausmaßes gestiegen. Die Nationalstaaten scheinen immer weniger in der Lage, diese Konflikte zu regulieren und zu lösen. Zugleich treten neue Akteure auf – etwa terroristische Netzwerke oder transnationale zivilgesellschaftliche Gruppen. An Phänomenen wie Terrorismus, neuen Kriegen, Armut, Staatszerfall und Migration zeigt der Band, welchen Beitrag Theorien der Weltgesellschaft zur Erforschung neuer globaler Konflikte, ihrer Strukturen und Dynamiken leisten können. (Quelle: Zentrum für Konfliktforschung)

Internationale Sicherheit Definitionen von A - Z
Von Heinz Gärtner
Nomos, Baden-Baden
2008

Das Lexikon ist auf Definitionen von Konzepten aus den Bereichen der Theorie der Internationalen Beziehungen und der Internationalen Sicherheit spezialisiert und orientiert sich am jeweiligen Stand der Forschung. (Quelle: Verlag)

Iran - Sprengstoff für Europa
Von Bruno Schirra
Ullstein, Berlin
2007

Iran hält die Welt in Atem: Der Staatspräsident Ahmadinejad will die Atombombe und droht, Israel zu vernichten. Bruno Schirra bereist das Land seit 25 Jahren und ist ein intimer Kenner der iranischen Kultur und Politik. In einer einzigartigen Mischung aus Reisereportage, politischer Analyse und investigativem Journalismus erklärt er, wofür die islamistischen Machthaber Teherans stehen und welche Gefahren das für Europa birgt. (Quelle: Verlag)

Israel - Libanon - Palästina Der Zweite Libanonkrieg und der Israel-Palästina-Konflikt 2006
Von Simon Wunder
Köster, Berlin
2009

Mit dem Wahlsieg der Hamas und den Auseinandersetzungen im Libanon trat der arabisch-israelische Konflikt 2006 in eine neue Phase ein. In bewaffneten Auseinandersetzungen gegen palästinensische Kräfte und die Hizbollah konnte sich Israel nicht durchsetzen. Auf palästinensischer Seite verschärfte sich der Konflikt zwischen Fatah und Hamas. Die im Zuge der Auseinandersetzungen offenbar gewordenen Entwicklungen legen nahe, dass der Höhepunkt der Eskalation der Lage im Nahen Osten 2006 noch nicht erreicht war. (Quelle: Verlag)

Atomwaffen für alle? Bedrohung durch Nuklearwaffen zur Jahrtausendwende
Von Markus Glatzel
Agenda Verlag, Münster
2009

Der Einsatz von Atomwaffen beendete den Zweiten Weltkrieg, welcher kurz darauf in den Kalten Krieg mündete. Doch auch nach dessen Beendigung lagern immer noch 20.000 Atomsprengköpfe in den Arsenalen der Welt. Die Gefahr der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen ist nicht von der Hand zu weisen.

Der Autor Markus Glatzel ist Sicherheitspolitischer Beauftragter im Reservistenverband der Bundeswehr und Fachmann auf dem Gebiet der Militärtechnik und der Geopolitik. Sein Buch gibt einen Überblick über die Geschichte der Atomwaffenentwicklung, über das atomare Potential der Nuklearmächte, zeigt aktuelle Bedrohungen und Probleme wie beispielsweise die Gefahr einer "schmutzigen Bombe" und behandelt auch die Rolle Deutschlands und der Bundeswehr im nuklearen Poker. Es ist ein Werk für alle historisch, politisch und militärisch Interessierten. (Quelle: Verlag)

 

Territoriale Streitfragen im Südchinesischen Meer - Unter besonderer Berücksichtigung des Status der Spratly-Inseln
von Guiqin Wang
Tectum, Marburg
2005

Im Südchinesischen Meer streiten sich China und einige südostasiatische Staaten um territoriale Ansprüche. Die vorliegende Abhandlung beleuchtet den Ursprung und die Entwicklung der territorialen Streitfragen, die damit verbundenen völkerrechtlichen Probleme sowie potenzielle Lösungsansätze. (Quelle: tectum-verlag.de)

Atlas der Globalisierung spezial - Das 20. Jahrhundert – Der Geschichtsatlas

taz-Verlag, Berlin
2011

In der neuen Ausgabe der Reihe „Atlas der Globalisierung spezial“ von Le Monde diplomatique – offiziell ein „Geschichtsatlas“, eigentlich eher ein Geschichtsbuch mit Karten – werden auf knapp hundert Seiten je auf einer Doppelseite prägnante Themen des vergangenen Jahrhunderts vom „Zerfall der alten Reiche“ über „Maos langen Marsch an die Macht“ bis hin zur „Emanzipation der Frauen“ behandelt und auf gewohnt originelle Weise durch Karten illustriert. Dabei kommen so unumgängliche Themen wie „Der Erste Weltkrieg“ und „Der lange Weg zur Europäischen Union“ ebenso zur Sprache wie Aspekte, die man nicht unbedingt erwartet hätte, wie z. B. „Europas Verstrickung in das Nazisystem“ oder die Eroberung der Welt durch die Popkultur mit einem riesigen Plan einer imaginären Metro, in die man am liebsten gleich einsteigen würde.

Die französische Originalausgabe wurde von der Berliner Redaktion auf intelligente Weise ins Deutsche übertragen. Die meisten Texte wurden (sehr gut) übersetzt, viele wurden um- und manche komplett neu geschrieben. Einige Themen der französischen Ausgabe wurden nicht übernommen, dafür wurden mehrere eigene Texte und Karten hinzugefügt. So wird unter dem Titel „Deutschlands Kriege in Afrika“ daran erinnert, dass Konzentrationslager und Vernichtungskrieg lange vor dem Nationalsozialismus im „Schutzgebiet“ Deutsch-Südwestafrika erprobt wurden.

Ob es sich bei den Folgen des UN-Embargos gegen den Irak von 1990 bis 2003 um einen „Völkermord durch Aushungern“ gehandelt hat, wie auf der Karte zum Thema „Das Jahrhundert der Genozide“ vermerkt, ist zumindest diskussionswürdig. Das schmälert aber in keinster Weise den Gesamteindruck. Dieser Geschichtsatlas ist rundum gelungen und absolut empfehlenswert. (CS)

 

 

Das Kriegsgeschehen 2009 - Daten und Tendenzen der Kriege und bewaffneten Konflikte
von Wolfgang Schreiber (Hrsg.)
VS-Verlag, Wiesbaden
2007

Dieses Jahrbuch informiert über alle Kriege und bewaffneten Konflikte, die im Jahr 2009 geführt wurden. Es beschreibt für jeden dieser Konflikte die strukturellen Hintergründe, die Akteure, den historischen Verlauf und die Ereignisse des Jahres 2009. Ein zusammenfassender Überblick analysiert die Tendenzen und Entwicklungen des weltweiten Kriegsgeschehens.

Die Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg über die Kriege seit 1945 sind im deutschen Sprachraum die meistverwendete Grundlage einschlägiger Publikationen. (Quelle: vs-verlag.de)

 

IP – Internationale Politik
von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)
DGAP, Berlin

Energieversorgung, Klimawandel, Steuerung der Finanzmärkte oder internationaler Terrorismus – täglich beschäftigen sich die Medien mit diesen Themen und doch bleiben viele Fragen offen. Die Zeitschrift IP - INTERNATIONALE POLITIK bereitet die Hintergründe auf. Sie ist fundiert in der Analyse und verständlich in der Vermittlung komplexer Zusammenhänge. (Quelle: zeitschrift-ip.dgap.org)

Perspektiven auf eine Welt im Umbruch
von Martin Meyer (Hrsg.)
Rüegger Verlag, Glarus
2010

Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums und dem Fall der Berliner Mauer präsentiert sich die Weltlage mit einem komplexen Spiel der Mächte und Kräfte. Die Annäherung an einen „ewigen Frieden“, den schon Immanuel Kant wenigstens als reale Utopie vorausgedacht hatte, ist in weite Ferne gerückt, und der mit dem Datum von „1989“ so hoffnungsvoll assoziierte Aufbruch hat sich längst wieder den Realitäten des Politischen gebeugt. Zumal die letzte verbliebene Supermacht sieht sich in diverse Schwierigkeiten und Probleme verstrickt, wozu die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der fundamentalistisch alimentierte Terrorismus wesentlich beitragen. Aufstrebende Länder wie China und Indien sind zu „global players“ aufgestiegen. Der Mittlere Osten ist seit dem Untergang der irakischen Diktatur von Saddam Husseins Gnaden nicht etwa friedlicher geworden, sondern im Gegenteil zu einem Schauplatz blutiger Konflikte mutiert. Insbesondere Iran sorgt mit seinem Atomprogramm für begründete Ängste, für deren Abwehr noch kein erfolgversprechendes Rezept gefunden werden konnte. Weitere Faktoren der Unsicherheit wären rasch zu benennen, von den Botschaften, die der Klimawandel aussendet, bis zur enormen Verschuldung ganzer Staaten quer durch Europa. (Quelle: Verlag)