NEUES AUS DER REPUBLIK KONGO Erstausstrahlung Mai 2014

BÜCHER

Afrika. Stolz & Vorurteile
Von Le Monde diplomatique
TAZ, Berlin (Mai) 2009
2009

Rohstoffreichtum, Korruption und Kriege prägen das Bild vom subsaharischen Afrika. Doch es ist auch ein Erdteil, dessen Bewohner zu Recht stolz sind: auf die weitgehende Unabhängigkeit von den Kolonialmächten, ihre eigenen Wege zur Demokratie, eine reiche Kultur und natürlich auch den afrikanischen Fußball. Mit Artikeln von Doris Lessing, Achille Mbembe, Joseph Stiglitz u.a. (Quelle: monde-diplomatique.de)

Geschichte Afrikas
Franz Ansprenger
C. H. Beck, München
2010

Afrika ist die Urheimat aller heute lebenden Menschen. Trotzdem gilt Afrika immer noch als ein Erdteil ohne Geschichte – und heute als eine politisch und wirtschaftlich hoffnungslose Weltgegend.

Das Buch zeichnet die Geschichte Afrikas über fünf Jahrtausende: vom alten Ägypten bis in die Gegenwart. Es behandelt ganz Afrika vom Mittelmeer bis zum Kap der Guten Hoffnung. Es zeigt das Wechselspiel zwischen der Eigendynamik der Völker Afrikas, die sich in harten Klimazonen einrichten mußten, und ihrer Herausforderung aus Übersee: durch Christentum und Islam, Sklavenhandel, Kolonialherrschaft und den Kalten Krieg der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Quelle: Verlag)

Die Erschließung des dunklen Erdteils – Reisetagebücher 1866-1873
von David Livingstone
traveldiary.de, Hamburg
2007

Die Tagebücher des David Livingstone berichten eindringlich von seiner letzten Entdeckungreise nach Ost- und Zentralafrika. Ein Abenteuer, das den Leser in seinen Bann zieht und ihm unmittelbar eine fremde Welt offenbart, mit ganz anderen Strukturen und Problemen. Ein Kleinod. (Quelle: Verlag)

Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann
von Volker Seitz
DTV, München
2010

17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in Afrika, zuletzt als Botschafter in Kamerun. Er hat die Ergebnisse der Entwicklungspolitik sehr genau vor Ort beobachten können und jetzt in einer aktualisierten und erweiterten Ausgabe dargestellt. Volker Seitz plädiert in „Afrika wird armregiert“ für eine radikale Veränderung dieser Politik. Er plädiert dafür, auf bombastische Konferenzen, Workshops, Tagungen zu verzichten und statt dessen auf die Gedanken der Afrikaner und Afrikanerinnen zu hören, die wissen, was für ihre Länder gut ist: Das Business der Barmherzigkeit muss gestoppt werden, den Herrschaftscliquen muss die Kontrolle über den Geldfluss entzogen werden. (Quelle: Verlag)

„Journalisten der Finsternis“
von Lutz Mükke
Herbert von Halem Verlag, Köln
2009

Seit Jahrzehnten wird von Wissenschaft und journalistischer Praxis harsche Kritik an Präsentation und Inhalt der Afrika-Berichterstattung in den deutschen Medien geübt. Lutz Mükke möchte mit „Journalisten der Finsternis“ der in Deutschland üblichen inhaltsanalytischen Auseinandersetzung eine ausführliche Analyse der an der Afrika-Berichterstattung beteiligten Kommunikatoren (Korrespondenten, Redaktionsmitarbeiter, lokale Mitarbeiter) zur Seite stellen. Er beschreibt zudem Strukturen (u.a. Nachrichtenauswahl, ökonomische Rahmenbedingungen, Gatekeeper-Positionen), die die journalistische Informationsverarbeitung zu Afrika-Themen maßgeblich bestimmen. (Quelle: Verlag)

Afrika-Lexikon – Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft
von Wolfgang Gieler (Hrsg.)
Peter Lang, Bern
2010

Das Afrika-Lexikon bietet Hintergrundinformationen zur Geschichte und Gegenwart der unabhängigen afrikanischen Staatenwelt. Detaillierte Länderdarstellungen zeigen, welche Institutionen, Personen und Vorstellungen im Wechselspiel der Kräfte die Realität Afrikas prägen. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingte Prozesse. Den Hintergrund für das Verständnis der aktuellen Situation afrikanischer Staaten bieten die Geschichte des Kontinents von der vorkolonialen Zeit bis zur Unabhängigkeit, die Entwicklung der Nord-Süd-Beziehungen im 20. Jahrhundert und die Beschreibung der unterschiedlichen Strategien der beteiligten politischen und sozialen Kräfte. Ein Grundlagenwerk für alle, die sich mit Afrika beschäftigen. (Quelle: Verlag)

Der Süden als Vorreiter der Globalisierung – Neue postkoloniale Perspektiven
von Jean und John L. Comaroff, aus dem Englischen von Thomas Laugstien
Campus, Frankfurt/Main
2012

Der „Globale Süden“ bezeichnet die außereuropäischen, postkolonialen Gesellschaften. Sie werden meist mit prekärer Entwicklung, gescheiterten Staaten, Korruption und Armut assoziiert. Jean und John Comaroff widersprechen dieser Sicht vom rückständigen Süden. Mehr noch: Erst aus der Perspektive Afrikas, so ihre These, lässt sich die globalisierte Welt verstehen. Denn im Süden zeigt sich in vielerlei Hinsicht die Zukunft des Nordens, sei es im Verhältnis von Staat und Wirtschaft, im Umgang mit der Vergangenheit oder bei der Integration von Migranten. Um dies zu sehen, müssen wir uns von gewohnten Ansichten verabschieden. So verbinden wir die europäische Moderne mit Wissenschaft, Aufklärung und Demokratie – Kategorien, die sich nicht ohne Weiteres auf nicht-westliche Gesellschaften übertragen lassen. Mithilfe von anderen, globalen Konzepten aus dem Süden lassen sich Phänomene wie der Neoliberalismus, Religion, Arbeit oder Aids viel umfassender begreifen. (Quelle: Verlag)

Die Geschichte Afrikas (ab 12 Jahre)
von Lutz van Dijk
Campus, Frankfurt/Main
2008

Afrika – der schwarze Kontinent? Keineswegs. Afrika ist bunt und vielfältig, uralt und modern. Seine Geschichte ist voller Höhen und Tiefen und nur wenig davon ist hierzulande bekannt. Lutz van Dijk erzählt die spannende Geschichte Afrikas: Er beginnt mit der Entstehung des Kontinents und den ersten Menschen, die später aus Afrika in alle Welt zogen, stellt frühe afrikanische Zivilisationen vor und berichtet über 500 Jahre europäischen Kolonialismus. Schließlich zeigt er, wie sich die afrikanischen Staaten befreiten und seitdem ihre eigenen Wege gehen. Aus verschiedenen Epochen lässt er afrikanische Stimmen unmittelbar zum Leser sprechen. (Quelle: Verlag)

Kleine Geschichte des Kolonialismus
von Wolfgang Reinhard
Kröner Verlag, Stuttgart
2008

Auch wenn es heutzutage nur noch wenige Kolonien gibt, so ist doch das Erbe des Kolonialismus allgegenwärtig; am deutlichsten wohl durch die weite Verbreitung der europäischen Sprachen und des Christentums. Aber auch an eines der schrecklichsten Kapitel des Kolonialismus, die durch ihn wieder aufgeblühte Sklaverei, wird man bei der Betrachtung der Bevölkerung vieler Staaten des amerikanischen Kontinents erinnert. Wolfgang Reinhard (…) bezieht auch Kolonialimperien wie Russland oder die USA, Sekundärkolonialismus wie in Südafrika oder Australien und den nicht-westlichen, aber mit dem europäischen zusammenhängenden Kolonialismus Chinas, Japans und Ägyptens mit ein. (Quelle: Verlag)

Schatten über dem Kongo – Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen
von Adam Hochschild, aus dem Englischen von Ulrich Enderwitz, Monika Noll und Rolf Schuber
Klett-Cotta, Stuttgart
2012

Die Geschichte des Kongo um die Jahrhundertwende ist eine Geschichte von Blut und Gewalt. Getrieben von der Gier nach Geld, Macht und Ruhm, brachte König Leopold II. von Belgien den Kongo 1885 in seinen Privatbesitz. In der Folgezeit ließ er das Land mit auch für damalige Verhältnisse beispielloser Grausamkeit ausbeuten und plündern. Geiselnahme, Vergewaltigung, Misshandlung und Mord waren die Instrumente, die Leopolds Statthalter einsetzten, um den kongolesischen Ureinwohnern die geforderten Quoten an Kautschuk und Elfenbein abzupressen. Wer Widerstand leistete, wurde umgebracht oder verstümmelt. Als die Kampagnen der Menschenrechtsbewegung um Edmund Morel den König 1908 zur Aufgabe seiner Kolonie gezwungen hatten, war die Bevölkerungszahl des Kongo um etwa zehn Millionen Menschen gesunken. (Quelle: Verlag)

Kongo und Tschad
von André Gide, aus dem Französischen von Gertrud Müler
Georg Olms Verlag, Hildesheim
2008

Im Juli 1925 brach der spätere Nobelpreisträger André Gide zusammen mit dem Filmemacher Marc Allégret von Paris nach Afrika auf. Im Zentralafrika der zwanziger Jahre sah sich Gide mit einer brutalen kolonialen Realität konfrontiert. Gides Kongoreisebericht vollzieht den allmählichen Abbau des Mythos von Afrika und artikuliert ein sich herausbildendes politisches Bewusstsein. „Die Ursache unserer Verspätung war die Begegnung, - eine Stunde nach Sonnenaufgang, - mit einem Trupp Gefangener, die vom Capita eines benachbarten Dorfes begleitet waren. Sie waren ihrer elf, alle untereinander durch einen Strick verbunden, der jedem von ihnen um den Hals lief. (…) Der Aufzug sah so elend aus, dass uns vor Mitleid das Herz wehtat. Jeder trug eine Ladung Maniok auf dem Kopf, die wohl schwer war, für einen gesunden Menschen aber keine übermäßige Last bedeutet hätte; diese hier aber schienen sich selber kaum schleppen zu können. Ein Einziger unter ihnen trug nichts; es war ein Kleiner von zehn oder zwölf Jahren, erschreckend mager, völlig erschöpft vor Elend, Hunger und Müdigkeit (…) Er schien das Lächeln auf ewig verlernt zu haben …“ (Quelle: Verlag)

Kongo – Joseph Conrads Reise ins Herz der Finsternis
von Christian Perrissin (dt. Annika Wisniewski) und Tom Tirabosco
avant-verlag, Berlin
2014

Der junge Hauptmann der britischen Handelsmarine Joseph Conrad begibt sich 1890 auf eine Reise flussaufwärts des Kongo. Was für ihn zunächst die Erfüllung eines Kindheitstraums darstellt, verwandelt sich schnell in einen Alptraum. Angesichts der Gräuel, die der belgische Elfenbeinhändler Kurtz zur Befriedigung seiner grenzenlosen Gier an der „primitiven“ Bevölkerung verübt, muss Conrad das eigentliche Herz der Finsternis erkennen. Angelehnt an den literarischen Klassiker Herz der Finsternis von Joseph Conrad (Vorlage für u.a. Francis Ford Coppolas Filmepos Apocalypse Now) zeigen Perrissin und Tirabosco das grausame Antlitz der europäischen Kolonialgeschichte. Mit seinen einzigartigen Zeichnungen, die er mit Hilfe der Monotypietechnik erstellt, fängt Tom Tirabosco die Schwüle der Tropen ein und erweckt sie zum Leben. (Quelle: Verlag)