NEUES AUS MAURETANIEN Erstausstrahlung Dezember 2013

BÜCHER

Kel Tamashek - Die Tuareg
von Edgar Sommer
Cargo Verlag, Schwülper
2007

Edgar Sommer hat in „Kel Tamashek - Die Tuareg“, einem umfangreichen Bild-Textband vieles zusammengetragen, was die Tuareg ausmacht. Tuareg sind kein Volksstamm wie jeder andere, sie sind auch nicht so zu fotografieren wie jeder andere. Über einen Zeitraum von mehr als dreissig Jahren entstanden Bilder, die heute in dieser form nicht mehr zu wiederholen sind. Portraits, seltene Landschaftsbilder, atemberaubende Panoramen wechseln sich ab und entführen den Leser in die einzigartige asketische Welt der Tuareg. (Quelle: Verlag)

Sahelländer – Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik
von Thomas Krings
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt
2006

Die Sahelländer sind zusammen fast so groß wie die erweiterte EU. Trotzdem wissen wir nur wenig über diese vielfältige Region Afrikas. Thomas Krings bietet mit neuestem Datenmaterial einen gründlichen Einblick in die Entwicklungsprobleme und -möglichkeiten der Sahelländer. Mit aktuellen Bildern zeigt er aber auch den überwältigenden kulturellen Reichtum Westafrikas. (Quelle: Verlag)

Politischer Islam in Westafrika – Eine Bestandsaufnahme
von Michael Bröning und Holger Weiss (Hg.)
LIT, Berlin
2006

In der öffentlichen Debatte wird nur selten beachtet, dass „der“ Islam nicht nur den Nahen- und Mittleren-Osten, sondern auch Afrika südlich der Sahara entscheidend prägt. Insbesondere in Westafrika ist der Islam eine bedeutende gesellschaftliche Kraft - mit ganz eigenen Ausprägungen. Doch welche Rolle spielt der Politische Islam heute in Westafrika? Wer sind die relevanten Akteure und welche Bedeutung haben Formen des „radikalen“ Islam?

Gold, Salz und Sklaven – Die Geschichte der grossen westafrikanischen Sudanreiche Gana, Mali, Songhai
von Rudolf Fischer
Edition Piscator, Feldbrunnen (CH)
2013

Dieses reich bebilderte Werk ist die ausführlichste Darstellung des goldenen Zeitalters Westafrikas in deutscher Sprache. Von 700 bis 1600 nach Christus kontrollierten südlich der Sahara sudanische Könige den einträglichen Handel mit Rohstoffen und Luxusgütern, die in beträchtlichen Mengen durch die unwirtliche Wüste an den Nordrand des Kontinentes gebracht wurden. Der westliche Sudan war für die wirtschaftlich hochentwickelte islamische Welt und seit dem 11. Jahrhundert auch für das Abendland der bedeutendste Goldlieferant. Erstmals erschliesst dieses Afrika-Buch dem deutschsprachigen Leser die in Europa wenig bekannten Quellen zur Geschichte Schwarzafrikas: detaillierte und lebendig geschriebene Reiseberichte und Geschichtsdarstellungen arabischer und sudanischer Autoren: al-Bakri von Cordoba, al-Idrisi, al-Omari aus Damaskus, Ibn Battuta, Ibn Chaldun, Leo Africanus, Abdarrahman as-Sadi aus Timbuktu und viele andere. (Quelle: Verlag)

Der Hüter der zerfallenden Bücher. Afrikanische Schicksale
von Marc Engelhardt
Picus, Wien
2009

Auch nach fünf Jahren in Afrika sind es einfache Menschen und ihre Schicksale, die den Korrespondenten Marc Engelhardt am meisten faszinieren. Ihre Geschichten beschreiben am besten, welche Folgen „große“ Ereignisse oder schwelende Konflikte tatsächlich haben. Da ist der Bibliothekar Saif Islam, der in der mauretanischen Wüste jahrhundertealten Büchern beim Verfall zusehen muss, obwohl er sie so sehr liebt, dass er die darin enthaltenen Verse vorsingen kann. Der ugandische Jugendliche Deogratius Okema, der ... (Quelle: Verlag)

Mauretanien
INAMO, Berlin
2010

Heft des Informationsprojektes Naher und Mittlerer Osten (INAMO) zum Thema Mauretanien.

- Sozialstrukturen und politische Macht (1978-205)

- Demokratie, Islamizität und Stammeskultur

- Demokratie in Mauretanien - Übergangsphasen in Permanenz

- Frömmigkeitsrente. „Moralisches Unternehmertum" und islamische Finanznetze

- Das Gesetz Nr. 2007-048 zur Ahndung der Sklaverei

- Die saharischen Schulen in der Geschichte Mauretaniens

- Shaikhani (1907-1986) und die Erneuerung der Tijaniya in den 40er Jahren

www.inamo.de/index.php/375.html

Mensch und Natur in Mauretanien – Zum Verhältnis ehemaliger Nomaden zur Natur und zu deren Schutz
von Valerie Diallo
Margraf Verlag, Weikersheim
2005

Da die mauretanische Gesellschaft wegen der Sesshaftwerdung seit den schweren Dürreperioden der 70er und 80er Jahren große Veränderungen durchlebte, sind an sie ganz neue Anforderungen gestellt, auch der Natur gegenüber. Für die Erarbeitung einer Kampagne zum Schutz der Artenvielfalt stellten sich verschiedene Fragen nach dem Naturverhältnis der Zielgruppe. Um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, wurden die Gebiete Politik, Schulsystem und Islam untersucht. Beobachtungen durch die Projekttätigkeit und speziell während der Biodiversitätskampagne ergänzten die Datenerhebung. Die Hauptgrundlage der Forschungsarbeit ist eine Umfrage mit 73 Fragen an 101 Teilnehmer in 4 unterschiedlichen Kategorien von Wohnorten.

Zusammenfassend lässt sich ein gewisses Umweltbewusstsein feststellen, das aber durch Sensibilisierungsarbeit noch unterstützt werden müsste. Die Umweltprobleme in lokalen Bereichen sind den Mauretaniern bekannt, jedoch mangelt es an Wissen über die ökologischen Zusammenhänge und gesetzlichen Regelungen. Vor allem fehlt es an Handlungsalternativen, die durch die Erarbeitung von Landnutzungsplänen, durch Energiesubstitute und durch die Ausweisung weiterer Schutzgebiete vermehrt geschaffen werden könnten.

Islam und Entwicklung in Afrika
von Marion Fischer und Thomas Bierschenk (Hg.)
Köppe Verlag, Köln
2007

„Partizipative Entwicklung“ erscheint in der „Entwicklungswelt“ weithin nicht nur als der moralisch gerechteste, sondern auch als der kostengünstigste Weg der Entwicklung. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass das „Projekt Entwicklung“ nur gelingen kann, wenn es sich die „zu Entwickelnden“ als stakeholder auch zu eigen machen. Dieses Postulat impliziert allerdings eine Ethik des Fremdverstehens, die einen Widerspruch enthält: Einerseits wird das Ziel formuliert, die Fremdheit der Fremden in deren Eigenschaft als „zu Entwickelnde“ zu überwinden, da Entwicklung als Angleichung an die „Entwickler“ verstanden wird. Andererseits fordert das Postulat der Partizipation aber auch, eben diese Fremdheit – per Partizipation – für ebendiese Entwicklung zu nutzen. Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit islamischen Akteuren und Organisationen, um die es in diesem Buch geht, verweist besonders deutlich auf die Paradoxien, die dem partizipativen Ansatz und der Ethik des interkulturellen Fremdverstehens im Allgemeinen zu eigen sind. Die daraus resultierenden dilemmatischen Handlungssituationen sind theoretisch nicht zu lösen, sondern können nur durch praktische Kompromisse bewältigt werden, die in diesem Buch aus der Sicht von Entwicklungspraktikern und von Wissenschaftlern beschrieben werden. (Quelle: buchhandel.de)

Mit einem Beitrag (in englischer Sprache) von Ulrich Rebstock über Democracy, Islamicity and Tribalism in Mauritania.

Wirtschaft, Politik und Raum – Territoriale und regionale Prozesse in der westlichen Sahara
von Steffen Wippel
Verlag Hans Schiler, Berlin
2012

Die westsaharische Verflechtungsachse stellt eine bedeutende historische ›Brücke‹ zwischen dem mediterran-arabischen Nordafrika und dem subsaharischen Raum dar. An dieser Schnittstelle untersucht der Autor in seiner Habilitationsschrift aus einer jüngeren historischen Perspektive die politischen und wirtschaftlichen Interaktionen zwischen dem heutigen Marokko und Mauretanien und beleuchtet im Kontext globaler und regionaler Verflechtungen die räumlichen Zusammenhänge, die daraus resultieren. (Quelle: Verlag)