SYRIEN: DIE URSPRÜNGE DER KRISE (1/2) Erstausstrahlung September 2012

BÜCHER

Geschichte der arabischen Welt
von Ulrich Haarmann
Beck, München
2004

Unter historischem und sozialpolitischem Aspekt wird hier die arabisch-islamische Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens, Nordafrikas sowie Spaniens vom 7. bis zum 20. Jahrhundert vorgestellt. (Quelle: Verlag)

Die Karolinger und die Abbasiden von Bagdad – Legitimationsstrategien frühmittelalterlicher Herrscherdynastien im transkulturellen Vergleich
von Wolfram Drews
Akademie-Verlag, Berlin
2009

In der aktuellen geschichtswissenschaftlichen Forschung ist eine Hinwendung zu vergleichenden Fragestellungen zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund wird ein historischer „Zufall“ aus der frühmittelalterlichen Geschichte in den Blick genommen: Mitte des 8. Jahrhunderts wechselten sowohl im Frankenreich als auch im islamischen Kalifat die Herrscherdynastien, Merowinger und Umayyaden wurden nahezu zeitgleich durch Karolinger bzw. Abbasiden ersetzt. Welche Argumente wurden dabei von den Usurpatoren benutzt, welche Strategien verfolgt, um den Untertanen, namentlich den Angehörigen der Eliten, die Rechtmäßigkeit der eigenen Machtausübung schlüssig plausibel zu machen? (Quelle: Verlag)

Zur Geschichte Salah ad-Dins – Arabische Quellenbeiträge zur Geschichte der Kreuzzüge Band 1
von Abu Sama – aus dem Arabischen von E. P. Goergens
Georg Olms Verlag, Hildesheim
2004

Im Mittelpunkt dieses Buches steht Saladin, der als Sultan von Ägypten und Syrien im 12. Jahrhundert zu den mächtigsten Herrschern seiner Zeit zählte. Ruhm erlangte er durch die Eroberung Jerusalems im Jahre 1187, mit der er die jahrzehntelange Herrschaft der Christen in dieser Stadt beendete. Aufgrund seiner kriegerischen Erfolge, aber insbesondere wegen seines Edelmutes genoß Saladin bei Freund und Feind hohe Achtung und blieb zu allen Zeiten ein Vorbild nicht nur für Muslime. In seinem Drama „Nathan der Weise“ setzte G. E. Lessing Saladin später ein literarisches Denkmal. Autor dieser Biographie ist Abu Sama, einer der bedeutendsten muslimischen Chronisten des 13. Jahrhunderts, der von seinen Zeitgenossen „als Orakel der Mitwelt, Dolmetscher der Tradition, der in den mannigfachsten Wissenschaften Bewanderte, der Phönix seiner Zeit, das Wunder seines Jahrhunderts“ bezeichnet wurde. Der Übersetzer dieser Buchausgabe, E.P. Goergens, hat aus der großen Biographie Abu Samas eine Auslese des für die Geschichte der Kreuzzüge wichtigen Stoffes getroffen. Da die letzten Lebensjahre des Sultans fast ausschließlich in den Kämpfen gegen die Christen aufgingen, fällt die Übersetzung des zweiten Teils seiner Biographie vielfach mit einer genauen Übertragung der geschichtlichen Daten zusammen. (Quelle: Verlag)

Saladin – Der Sultan und seine Zeit 1138-1193
von Hannes Möhring
Beck, München
2012

Sultan Saladin von Ägypten und Syrien war der bedeutendste Gegner der Kreuzfahrer, der 1187 Jerusalem eroberte. In Europa galt er lange als Urbild des „edlen Heiden“ und aufgeklärter, toleranter Herrscher. Hannes Möhring beschreibt das Leben Saladins und seinen Aufstieg zum mächtigsten Mann im Nahen Osten. Er stellt seine Rolle in den Kreuzzügen dar und geht den Grundlagen der europäischen Saladin-Legende nach. (Quelle: Verlag)

Der Islam – 1400 Jahre Glaube, Krieg und Kultur
Der Spiegel, Hamburg
2010

Mit hohem Anspruch und ungeheurer Energie betrat der Islam vor 1400 Jahren die Bühne der Weltgeschichte, verkündet von einem Mann, der sich als „Siegel der Propheten“ verstand, verbreitet von Gläubigen, die rasch ein riesiges Reich eroberten. Wenn heute vom Islam die Rede ist, dann kochen die Emotionen häufig über, dann malen die einen den „Heiligen Krieg“ der Muslime gegen Ungläubige an die Wand, während sich andere über blindwütige „Islamophobie“ empören. Aber was wissen wir eigentlich über diese Religion, die während ihres „Goldenen Zeitalters“ die christliche Welt kulturell und wissenschaftlich weit in den Schatten gestellt hat? Der genaue Blick auf Quellen und Geschichte des Islam zeigt vor allem eins: So reichhaltig, wie die Überlieferung ist, so vielfältig sind auch die inneren Widersprüche – den einen Glauben gibt es nicht. (Quelle: spiegelgruppe.de)

 

Die unbekannte Mitte der Welt – Globalgeschichte aus islamischer Sicht
von Tamim Ansary, aus dem Englischen von Jürgen Neubauer
Campus, Frankfurt/Main
2010

Die islamische Welt ist für uns zur terra incognita geworden, dabei war sie Jahrhunderte lang das Zentrum der Zivilisation. Viel zu oft wird der Islam heute auf Extremismus und Terrorismus reduziert. Unser westliches Geschichtsbild wird der islamischen Kultur und ihrer Bedeutung für das Weltgeschehen in keiner Weise gerecht. Tamim Ansary erzählt Weltgeschichte auf eine neue Art: Detailreich und lebendig spannt er den Bogen vom Propheten Mohammed und den ersten Kalifen über das Osmanische Reich und die Kolonialzeit bis hin zur Gegenwart. Indem er unseren Blick öffnet für die islamische Perspektive, lässt er uns das Wesen des Islam - und damit auch die Hintergründe aktueller Konflikte - neu entdecken und verstehen. (Quelle: campus.de)

Damaskus – Der Geschmack einer Stadt
von Marie Fadel, aufgezeichnet von Rafik Schami
Hanser, München
2010

Damaskus wird als Reiseziel immer attraktiver. Rafik Schami beschreibt "Syriens schönste Hauptstadt" und erzählt dabei leidenschaftlich von ihrer Geschichte, ihrem Geschmack, Geruch und Klang: "Nachtigallennester" aus Reisnudeln, Pistazien und Zuckersirup, dazu arabischer Kaffee stehen in den Cafes der verwinkelten Gassen bereit, begleitet von den Rufen des Muezzin und dem Konzert der Autohupen. Schami erzählt von christlichen, jüdischen und muslimischen Prachtbauten, von den Suks und Hamams, von Teppichhändlern und Obstverkäufern - und entführt den Leser auf eine faszinierende Reise. (Quelle: Verlag)

Arabischer Nationalismus in Syrien – Zaki al-Arsuzi und die arabisch-nationale Bewegung an der Peripherie Alexandretta/Antakya 1930-1938
von Dalal Arsuzi-Elamir
LIT Verlag, Berlin
2002

In der Region Alexandretta wurde der arabische Charakter der Region durch die Ansprüche der Türkei, die politischen Interessen Frankreichs und die Existenz einer großen türkischen Minderheit in Frage gestellt. Unter diesen Bedingungen entwickelte sich der arabische Nationalismus an dieser Peripherie anders als im Zentrum. In Alexandretta versuchte man, die Ideen des arabischen Nationalismus in die Realität umzusetzen und als Machtinstrument gegen die verschiedenen Kontrahenten - seien es türkische, französische oder arabische konkurrierende Kräfte - zu gebrauchen. (Quelle: Verlag)

 

Syrien Endspiel (inamo Nr. 70)
Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten
2012

inamo ist eine 1994 von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Berlin und Erlangen gegründete vierteljährlich erscheinende Zeitschrift mit Beiträgen zum Thema Naher und Mittlerer Osten.

Schrei nach Freiheit – Bericht aus dem Inneren der syrischen Revolution
von Samar Yazbek, aus dem Arabischen von Larissa Bender
Nagel & Kimche, Zürich
2012

„Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe“ - mit diesem Vorsatz nimmt die Journalistin Samar Yazbek an der Revolution gegen das Regime al-Assads in Syrien teil. Sie geht auf die Straße, befragt Demonstranten, aus der Haft entlassene Dissidenten, aber auch Polizisten. Bald wird sie selbst in die Ereignisse hineingezogen und mehrmals verhaftet und misshandelt. In eindringlichen Bildern erzählt Yazbek von Protest, Folter und Verzweiflung in Arabien. Als sie erfährt, dass ihr Name auf einer Todesliste steht, flieht sie mit ihrer Tochter ins Ausland. Yazbeks Erlebnisbericht ist ein erschütterndes, sprachlich brillantes Dokument über Widerstand und Menschlichkeit. Mit einem Vorwort von Rafik Schami. (Klappentext)

Arabischer Frühling – Vom Wiedererlangen der arabischen Würde
von Tahar Ben Jelloun, aus dem Französischen von Christiane Kayser
Berlin Verlag, Berlin
2011

Das Zentrum der Welt hat sich nach Nordafrika verlagert. Ägypten, Tunesien, Libyen. Welche anderen Länder werden noch folgen? Das Volk geht auf die Straße und besetzt die Plätze: Kifaya - es reicht! Manchmal solidarisieren sich Polizei und Militär und alles geht ganz schnell, in anderen Fällen wird die Revolte blutig unterdrückt. Diese Länder sind dabei, den Wert von bürgerlichen Freiheiten und der Autonomie des Individuums zu entdecken, erklärt Tahar Ben Jelloun. Es ist wie der Fall einer riesigen Berliner Mauer. Nichts wird mehr sein wie zuvor, weder in der arabischen noch in der westlichen Welt. Nach seinen Bestsellern über den Rassismus und über den Islam wendet sich der marokkanische Autor mit französischem Pass der unmittelbaren Aktualität zu, erklärt die kulturellen und historischen Hintergründe, stellt aber auch ein paar unbequeme Fragen an den Westen. (Klappentext)

 

Frei! – Der arabische Frühling und was er für die Welt bedeutet
von Emmanuel Todd, aus dem Französischen von Enrico Heinemannn
Piper, München
2011

Emmanuel Todd hat es vorausgesagt: Der Islamismus ist am Ende. Die Revolutionen von Tunesien über Ägypten bis Libyen haben gezeigt, dass die arabische Welt viel moderner ist, als wir glauben. Anhand von Geburtenzahlen und Alphabetisierungsgrad wies Todd schon vor Jahren nach, dass die muslimischen Länder von den Werten des Westens unterwandert werden. Doch jetzt geht er weiter und zeigt, was der arabische Frühling für unser Verständnis von Demokratie bedeutet: Wie viel Freiheit braucht Europa? Welche Rolle will Deutschland in Zukunft spielen? (Quelle: piper-verlag.de)

Der arabische Frühling – Als die islamische Jugend begann, die Welt zu verändern
von Jörg Armbruster
Westend Verlag, Frankfurt/Main
2011

Im Frühjahr 2011 hat die islamische Jugend begonnen, die politische Ordnung vieler arabischer Länder auf den Kopf zu stellen. Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen, Syrien, Bahrain – die Probleme in diesen Ländern ähneln sich, es herrschen politische Unterdrückung, Korruption, Polizeifolter, Arbeits- und Perspektivlosigkeit der sehr jungen Bevölkerung. ARD-Korrespondent Jörg Armbruster zeigt, wie sich diese jungen Menschen nun als Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft erweisen.

Jörg Armbruster berichtet für das ARD-Fernsehen schon seit vielen Jahren aus dem Nahen Osten; dennoch war auch er überrascht von der Wucht des Aufstandes, den er in Ägypten und Libyen hautnah miterleben konnte und der die alte Ordnung hinweggefegt hat. Er sprach mit Organisatoren des Aufstandes, mit ehemaligen politischen Gefangenen und mit Politikern, die vielleicht die Zukunft der Region mitbestimmen werden, und er beantwortet folgende Fragen: Wie wird es nun weitergehen? Wie verhalten sich die alten politischen Kräfte, das Militär, die Reichen, die alten Politiker, die alle viel zu verlieren haben? Kommt nach dem bunten Frühling ein heißer Sommer? Kann der demokratische Aufbruch noch scheitern? (Quelle: westendverlag.de)

 

Die neue arabische Welt – Geschichte und politischer Aufbruch
von Annette Großbongardt und Norbert Poetzl (Hrsg.)
DVA, München
Oktober 2011

Die arabische Welt ist im Umbruch. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung wagen die arabischen Völker die Selbstbefreiung, fordern Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Aber wie kam es, dass der Nahe Osten und Nordafrika so lange in Perspektivlosigkeit verharrten? Dass trotz Rohstoffreichtums die Staaten dieser Region meist unproduktiv sind und die Bevölkerung unter Armut und mangelnder Bildung leidet? Woran lag es, dass der Islam, der im Mittelalter mit Macht und Wissen glänzte, auf dem Weg in die Moderne gegenüber dem aufstrebenden Europa immer mehr zurückfiel und schließlich den Anschluss verpasste? Gemeinsam mit renommierten Experten blicken Spiegel-Autoren auf die bewegte Geschichte der arabischen Welt. Dabei verbinden sie die historische Analyse mit dem Blick auf die aktuellen Ereignisse zu einem Porträt dieser Region im Umbruch. (Quelle: randomhouse.de)

 

Tage des Zorns – Die arabische Revolution verändert die Welt
von Michael Lüders
Beck, München
2011

Große historische Umwälzungen geschehen oft unerwartet. So war es im Herbst 1989 beim Zusammenbruch des Ostblocks, und so war es im Frühling 2011, als die arabische Welt sich in „Tagen des Zorns“ gegen ihre Diktatoren erhob. Michael Lüders erklärt in diesem Buch, wie es zur arabischen Revolution kommen konnte, warum sie sich wie ein Lauffeuer ausbreitete und was sie für uns in Europa bedeutet. Dabei führt er prägnant und anschaulich in die Verhältnisse der Region ein und zeigt, wie sich unser Blick auf die arabische Welt und den Islam ändern muss, wenn wir den neuen Herausforderungen gerecht werden wollen. (Quelle: chbeck.de)

Tausendundeine Revolution – Die arabische Welt im Umbruch von Kristina Bergmann
von Kristina Bergmann
Lenos Verlag, Basel
2012

Der Arabische Frühling begann in Tunesien und nahm seinen Fortgang in Ägypten: Innerhalb von Wochen wurden zwei Gewaltregime vom Volk hinweggefegt. Der Funke der Revolution ist mittlerweile auf diverse andere Länder übergesprungen. Die arabische Welt ist in Aufruhr. Die NZZ-Korrespondentin Kristina Bergmann hat Ägypterinnen und Ägypter getroffen, die die Revolution hautnah miterlebt haben und von ihren Erlebnissen erzählen, aber auch von ihren Erwartungen an ein neues, freies Ägypten und ihren Hoffnungen auf ein besseres Leben. Sowohl Muslime als auch Christen kommen zu Wort, Frauen und Männer unterschiedlicher sozialer Herkunft: ob Arbeiter oder Intellektuelle – sie alle eint die Erfahrung, gemeinsam auf den Strassen und Plätzen Kairos ein Stück Weltgeschichte geschrieben zu haben. (Quelle: lenos.ch)

 

Die arabische Revolution? – Soziale Elemente und Jugendprotest in den nordafrikanischen Revolten
von Bernard Schmid
Edition Assemblage
2011

Anfang 2011 hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass die seit Jahrzehnten bestehenden Regimes in der arabischen Welt so schnell ins Wanken geraten könnten. Doch nachdem sich in Tunesien aus Sozialprotesten eine Revolte gegen den Diktator Ben ’Ali entfaltete, wackelten die arabischen Herrscher: Zuerst fiel Ben ’Ali, dann Mubarak. Als nächstes könnte die syrische Diktatur oder das Regime von Präsident Saleh im Jemen stürzen, allerdings drohen dort auch Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen. In Libyen kippte das Geschehen von der Revolte in einen Bürgerkrieg, und von diesem in einen internationalen Krieg um. Während manche „Linke“ sich noch nicht recht entscheiden können, ob Syriens Präsident Al-Assad nicht doch ein irgendwie „sozialistisches“ oder jedenfalls „antiimperialistisches“ Regime führt oder wie man zu Libyen steht, sehen andere vor allem die Sicherheit Israels bedroht. Doch was wollen die Protestierenden? Wie verhält es sich mit den Kräfteverhältnissen in Bewegung und Gesellschaft und wie sind die Geschehnisse aus emanzipatorischer Sicht zu bewerten? Diese Fragen diskutiert Bernhard Schmid und nimmt dabei sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede in den verschiedenen arabischen Ländern in den Blick. Ferner wird das Verhältnis des Westens zu „seinen“ arabischen Diktatoren beleuchtet. (Quelle: Verlag)