ZERBRICHT BELGIEN? Erstausstrahlung Februar 2008

BÜCHER

Schatten über dem Kongo - Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen
von Adam Hochschild aus dem Amerikanischen von Ulrich Enderwitz, Monika Noll und Rolf Schubert
Klett-Cotta, Stuttgart
2006

Die Geschichte des Kongo um die Jahrhundertwende ist eine Geschichte von Blut und Gewalt. Getrieben von der Gier nach Geld, Macht und Ruhm, brachte König Leopold II. von Belgien den Kongo 1885 in seinen Privatbesitz. In der Folgezeit ließ er das Land mit auch für damalige Verhältnisse beispielloser Grausamkeit ausbeuten und plündern. (Quelle: Verlag)

Das politische System Belgiens
von Claus Hecking
Leske + Budrich, Opladen
2003

Im Herzen der europäischen Union liegt ein Land, das wegen seines Nationalitätenkonfliktes einem ständigen Wandel unterworfen ist: Fünf Verfassungsreformen haben in den vergangenen vier Jahrzehnten aus dem einstigen Zentralstaat Belgien einen äußerst komplexen Föderalstaat gemacht, mit weitreichenden Kompetenzen für die subnationalen Regionen und Sprachgemeinschaften. Dennoch setzt sich das Auseinanderleben von Flamen und Wallonen fort; das Königreich bleibt zu immer neuen Reformen verdammt. (Quelle: Verlag)

Belgien Geschichte - Politik - Kultur - Wirtschaft
von Johannes Kroll (Hg.)
Aschendorff, Münster
2007

Belgien ist nicht nur eines der Gründungsländer der Europäischen Union, sondern auch Sitz der wichtigsten europäischen Institutionen. Dieser Band will uns ein Land näherbringen, das weit mehr zu bieten hat als europäische Verwaltungsgebäude oder kulinarische Finesse. Dabei geht das Buch über die Schilderung etwa der Geschichte, Geographie oder der politischen Institutionen weit hinaus, indem auch Aspekte wie Literatur, Kunst und Musik ebenso ins Blickfeld geraten wie eine weitere besondere Spezialität des Königreichs: sein berühmten Comics. Ein so ausführlicher wie informativer Anhang enthält ferner die wichtigsten statistischen Grunddaten und Fakten über das Land. (Quelle: Verlag)

Belgien für Deutsche - Einblicke in ein unauffälliges Land
von Marion Schmitz-Reiners
Ch. Links Verlag
2007

Belgier gelten als störrische Individualisten, die sich stets freundlich-distanziert verhalten und einen Ausgleich jedem Konflikt vorziehen. Warum ist das so? Das Buch vermittelt Einblicke in ein Land, das einerseits im Zentrum europäischer Entscheidungen steht, andererseits aber aufgrund seiner Dreisprachigkeit, seiner undurchsichtigen politischen Struktur und dem Understatement seiner Bewohner nur ein sehr diffuses Profil hat. Dabei ist Belgien ein spannendes Land, das sich fundamental von Deutschland unterscheidet!

Die Autorin, die als Journalistin seit über 20 Jahren in Antwerpen lebt, beschreibt aus eigenem Erleben den Alltag der Menschen, die Nachwirkungen einer jahrhundertealten Geschichte der Fremdherrschaft sowie den komplizierten Staatsaufbau. Sie erklärt den engen Zusammenhalt belgischer Familien und warum die Belgier eine so unkomplizierte Lebensfreude ausstrahlen. Anekdotenreich lässt sie den Leser hinter die Fassaden dieses unauffälligen Landes schauen. (Quelle: Verlag)

Zwei Jahrhunderte deutschsprachige Zeitung in Ostbelgien
von Heinz Warny u. a.
Grenz-Echo Verlag, Eupen
2007

Zur Gründung des Grenz-Echos im Jahre 1927 sind in den Sonderausgaben zu späteren Jubiläen der Zeitung nur jeweils einzelne Aspekte behandelt worden. Die Zerstörung wichtiger Zeitungsarchive sofort nach dem 10. Mai 1940 hat viele Spuren verwischt. Der umfassende Blick zurück auf 80 Jahre Grenz-Echo wird mit Beiträgen zu den wichtigsten anderen Zeitungen des heutigen Ostbelgien erweitert, die zum Teil schon im 19. Jahrhundert gegründet und wieder eingestellt oder die nach dem Zweiten Weltkrieg noch herausgegeben oder neu verlegt worden sind (…). Die Autoren haben mit ihren Einzelbeiträgen dieses Gesamtwerk über die geschriebene Presse entstehen lassen und liefern damit einen Beitrag zur Identität der Deutschsprachigen in Belgien. (Quelle: Verlag)

"Du darfst nie sagen, daß du Rachmil heißt" - Die Geschichte von Laja Menen und ihrem Sohn Rudi
von Rosine De Dijn
DVA, München
2005

Ein jüdischer Junge steht vor einer belgischen Familie: "Ich heiße Rudi, und ich habe Hunger!" Mit der Aufnahme in eine kinderreiche katholische Familie ist die Gefahr für den Jungen zwar noch nicht vorbei, aber die Aussichten auf Rettung sind erheblich gestiegen. Seine Mutter jedoch entkommt ihrem Schicksal nicht.

Rosine De Dijn schildert das Leben dieser Warschauer Jüdin, die, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, nach Deutschland zum Arbeiten geht, 1936 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin ein Kind zur Welt bringt und mit diesem nach Brüssel fliehen kann, bevor die Bewohner des Kinderheims, in dem ihr Sohn Rudi Rachmil untergebracht ist, deportiert werden. Der Sohn überlebt bei einer Familie auf dem Land. Die Mutter allerdings gehört zum 21. Konvoi, der im Juli 1943 nach Auschwitz fährt. (Quelle: Verlag)

 

Büßer, Bürokraten und Bierologen Belgische Eskapaden
von Rob Kieffer
Picus, Wien
2000

Allen Fehden zwischen flämischem Hahn und wallonischem Löwen zum Trotz präsentiert Belgien sich als Land der Genießer, wo Surreales, Bürokratisches und Bukolisches bisweilen eine traute Einheit bilden. Rob Kieffer ist über den Brüsseler Flohmarkt mit seinem Sammelsurium gebummelt, hat den Bierbrauern über die Schulter geschaut, ist durch die borstige Moor- und Heideszenerie des Hohen Venns gestreift und hat die flämische Heimat des Thyl Uilenspiegel besucht. Ein liebevolles Porträt des Königreichs zwischen Nordseeküste und Ardenner Wald. (Quelle: Verlag)